Pépé le Moko – Im Dunkel von Algier (1937)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Julien Duvivier |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Liebesfilm |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1937-01-28 |
| Einspielergebnis | 155.895 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (197 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In der Casbah von Algier hat sich Pépé le Moko verschanzt, ein Anführer der Pariser Unterwelt, der mit seiner Bande dem Zugriff der Polizei entgeht, solange er das Viertel nicht verlässt. Die engen Gassen bieten ihm Schutz, aber auch eine Art Gefängnis. Diese Ordnung gerät ins Wanken, als er Gaby begegnet, eine junge Frau aus Paris, die einen wohlhabenden Mann begleitet und alles verkörpert, was der Casbah fehlt: Eleganz, Weltläufigkeit, das Pariser Leben, das Pépé zurückgelassen hat. Inès, seine Geliebte, beobachtet die aufkeimende Zuneigung mit Eifersucht. Der Polizeiinspektor Slimane wiederum verfolgt das Geschehen aus der Distanz und setzt darauf, dass gerade diese Dreieckskonstellation Pépé irgendwann aus seinem sicheren Rückzugsort locken wird.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1937 unter der Regie von Julien Duvivier. In den Hauptrollen sind Jean Gabin als Pépé le Moko, Mireille Balin als Gaby, Gabriel Gabrio und Lucas Gridoux als Inspektor Slimane zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Kriminalgeschichte und Liebesdrama gibt dem Stoff eine doppelte Spannung: Die polizeiliche Jagd bildet den äußeren Rahmen, während die eigentliche Bedrohung für Pépé aus seinem eigenen Verlangen erwächst. Die Casbah fungiert dabei nicht nur als Schauplatz, sondern als Sinnbild für seine Lage – ein Ort, der Schutz und Enge zugleich bedeutet. Die Gegenüberstellung von Gaby als Symbol der Ferne und Inès als Teil seines gegenwärtigen Lebens macht deutlich, dass es hier weniger um eine klassische Verbrechensgeschichte geht als um einen Mann, der zwischen zwei Welten und zwei Frauen zerrieben wird. Dass die Polizei diese Dynamik gezielt beobachtet und für ihre Zwecke nutzt, verleiht der Handlung eine zusätzliche, fast psychologische Ebene.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher überschaubaren Stimmenzahl steht der Film in einem noch vergleichsweise schmalen, aber positiven Meinungsbild. Seit seiner Entstehung 1937 sind mittlerweile 88 Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Frühzeit des Tonfilms einordnet. Innerhalb der Kombination aus Drama, Krimi und Liebesfilm zeigt er, wie eng diese Genres miteinander verwoben werden können, wenn eine Fluchtgeschichte zugleich als Liebesgeschichte erzählt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Pépé le Moko
- Mireille Balin als Gaby, the Parisian
- Gabriel Gabrio als Carlos
- Lucas Gridoux als Inspector Slimane
- Gilbert Gil als Pierrot
- Line Noro als Inès, Pépé's mistress
- Saturnin Fabre als The Great Father
- Fernand Charpin als Régis
- Marcel Dalio als L'Arbi
- Charles Granval als Maxime
Weitere Filme von Julien Duvivier
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.