Reservoir Dogs - Wilde Hunde (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Quentin Tarantino |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-09-02 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 1.200.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.859.750 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (15.824 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Juwelenraub in Los Angeles geht schief. Sechs Männer, die einander vorher nicht kannten und nur Farbnamen als Decknamen tragen, treffen sich in einem leeren Lagerhaus wieder — zwei sind tot, einer angeschossen, und alle wissen, dass jemand sie verraten haben muss.
Den Überfall selbst zeigt der Film nie. Er besteht fast vollständig aus dem, was davor und danach passiert: Frühstücksgespräche über Trinkgeld und Popmusik, Rückblenden zur Anwerbung der Beteiligten und die zunehmend gewalttätige Suche nach dem Informanten in einem einzigen Raum.
Entstehungsgeschichte
Quentin Tarantino arbeitete in einer Videothek in Kalifornien und hatte keine Filmausbildung. Er schrieb das Drehbuch zunächst mit dem Plan, es für rund 30.000 Dollar auf Schwarzweißmaterial selbst zu drehen, mit Freunden in den Rollen.
Der Wendepunkt kam über Harvey Keitel, dem das Buch über Umwege zugespielt wurde. Keitel sagte nicht nur zu, sondern beteiligte sich an der Produktion und öffnete Türen zu weiteren Darstellern. Das Budget stieg auf rund 1,2 Millionen Dollar. Tarantino selbst spielt Mr. Brown und hält den Eröffnungsmonolog.
Hinter den Kulissen
Der Film entstand in gut vier Wochen, überwiegend in einem realen Lagerhaus in Los Angeles, das zuvor ein Bestattungsunternehmen beherbergt hatte — die Leichenwagen im Bild standen dort ohnehin.
Die bekannteste Szene, in der Mr. Blonde einen gefesselten Polizisten zu "Stuck in the Middle with You" foltert, schwenkt an ihrem entscheidenden Punkt von der Handlung weg auf eine leere Wand. Tarantino begründete das damit, dass die Vorstellung stärker wirke als das Bild. Bei Festivalvorführungen verließen dennoch regelmäßig Zuschauer den Saal. Michael Madsen entwickelte den Tanz selbst; die Szene stand so nicht im Drehbuch.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte nur rund 2,8 Millionen Dollar ein und lief in den USA in wenigen Kinos. Sein Ruf entstand über Festivals, Videothek und Mundpropaganda.
Er machte Tarantino bekannt und ermöglichte "Pulp Fiction" zwei Jahre später. Für das amerikanische Independentkino der 1990er war er ein Gründungsdokument: Er zeigte, dass ein Film mit einem einzigen Schauplatz, ohne Stars und ohne Actionbudget funktionieren kann, wenn die Dialoge tragen. Die Nachahmerwelle war so umfangreich, dass Anzüge, Sonnenbrillen und ausführliche Popkulturgespräche binnen weniger Jahre als Klischee galten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Harvey Keitel als Mr. White / Larry Dimmick
- Tim Roth als Mr. Orange / Freddy Newandyke
- Michael Madsen als Mr. Blonde / Vic Vega
- Chris Penn als "Nice Guy" Eddie Cabot
- Steve Buscemi als Mr. Pink
- Lawrence Tierney als Joe Cabot
- Randy Brooks als Detective Holdaway
- Kirk Baltz als Officer Marvin Nash
- Edward Bunker als Mr. Blue
- Quentin Tarantino als Mr. Brown
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