Rosewater (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jon Stewart |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-11-07 |
| TMDB-Bewertung | 6,4 (195 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mazia Bahari, ein iranisch-stämmiger Journalist der BBC, reist 2009 in den Iran, um über die Wahlen zu berichten. Seine hochschwangere Frau bleibt zurück. Vor Ort gerät er unter Verdacht, für CIA und Mossad zu spionieren, und wird verhaftet. 118 Tage verbringt er im Evin-Gefängnis, verhört und gefoltert von einem Mann, den er nie sieht, da seine Augen die ganze Zeit verbunden sind – er kennt ihn nur an dem Duft nach Rosenwasser, der ihn umgibt. Der Peiniger setzt neben körperlicher Gewalt vor allem psychischen Druck ein: Er versucht, Baharis Hoffnung zu brechen, indem er dessen Frau und das ungeborene Kind als Druckmittel benutzt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2014 unter der Regie von Jon Stewart. In den Hauptrollen sind Gael García Bernal als Mazia Bahari sowie Shohreh Aghdashloo, Kim Bodnia und Claire Foy zu sehen.
Hinter den Kulissen
Rosewater ist als Drama angelegt und verzichtet auf Genremischungen, die den Stoff zusätzlich zuspitzen würden – die Wucht ergibt sich allein aus der geschilderten Situation. Dass die Geschichte auf einem realen Fall beruht, prägt die Erzählweise: Es geht weniger um äußere Spannung als um die innere Zermürbung einer Figur, die permanent im Ungewissen gehalten wird. Die Fokussierung auf einen einzelnen Gefangenen und seinen unsichtbaren Peiniger macht das Kammerspielhafte der Handlung deutlich, während die Familie außerhalb der Gefängnismauern als emotionaler Gegenpol fungiert, der zugleich als Waffe gegen den Protagonisten eingesetzt wird. Die Besetzung mit Bernal in der Hauptrolle und einem international zusammengesetzten Ensemble um Aghdashloo, Bodnia und Foy verweist auf die internationale Dimension des Stoffes.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,4 bei einer noch überschaubaren Zahl an abgegebenen Stimmen bewegt sich Rosewater im mittleren Bereich dessen, was Dramen mit politisch-biografischem Hintergrund üblicherweise erreichen. Die Bewertungsbasis ist zu klein, um daraus eine breite Publikumsresonanz abzuleiten. Seit dem Erscheinen des Films sind mehr als zehn Jahre vergangen, was den Stoff zeitlich zunehmend von seinem historischen Anlass, den iranischen Wahlen 2009, entfernt, ohne dass sich an der Grundaussage über Isolation, Verhör und familiäre Bindung etwas ändert.
Bilder



Besetzung & Stab
- Gael García Bernal als Maziar Bahari
- Shohreh Aghdashloo als Moloojoon
- Kim Bodnia als Javadi (Rosewater)
- Claire Foy als Paola
- Haluk Bilginer als Baba Akbar
- Golshifteh Farahani als Maryam
- Nasser Faris als Haj Agha
- Dimitri Leonidas als Davood
- Amir El-Masry als Alireza
- Arian Moayed als Hamid
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Verfügbarkeit
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