Salon Kitty - Geheime Reichssache (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tinto Brass |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 130 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-03-02 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 5,6 (154 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Wenige Monate nach Kriegsbeginn übernimmt das Dritte Reich den vornehmsten Bordellbetrieb Berlins, den Salon Kitty. Aus dem Etablissement wird ein Instrument der Überwachung: Die Frauen, die dort arbeiten, sollen nicht nur Kunden bedienen, sondern ihnen Geständnisse entlocken, besonders wenn es sich um ausländische Würdenträger, Geschäftsleute oder deutsche Offiziere handelt. Im Hintergrund zieht Wallenberg, ein karrierebewusster Nationalsozialist, die Fäden und wählt die schönsten und überzeugtesten Frauen für diesen Dienst aus. Als Prostituierte und Spioninnen zugleich erfüllen sie ihre Aufgabe zuverlässig – bis eine von ihnen, Margharita, sich in einen Hauptmann der Wehrmacht verliebt, der Hitler ablehnend gegenübersteht. Damit gerät das kalkulierte System aus Verführung und Verrat ins Wanken.
Entstehungsgeschichte
Der italienische Film aus dem Jahr 1976 stammt von Regisseur Tinto Brass. In den Hauptrollen sind Helmut Berger, Ingrid Thulin, Teresa Ann Savoy und John Steiner zu sehen. Der Film ist als Drama und Kriegsfilm eingeordnet und ab 18 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Kriegsfilm und Drama verweist hier nicht auf Fronteinsätze, sondern auf ein Geschehen im Verborgenen, in dem Macht über Intimität und Kontrolle ausgeübt wird. Dass die Geschichte ein Bordell zum zentralen Schauplatz macht und die Frauen zugleich als Werkzeuge und als Figuren mit eigenem Begehren zeigt, deutet auf eine Erzählung, die Nähe und Ausbeutung eng nebeneinanderstellt. Die Liebesgeschichte zwischen Margharita und dem regimekritischen Hauptmann bringt einen persönlichen Konflikt in ein System, das auf Loyalität und Täuschung aufgebaut ist, und macht daraus den eigentlichen Bruchpunkt der Handlung. Die Altersfreigabe ab 18 signalisiert, dass der Stoff explizit und ohne Zurückhaltung erzählt wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,6 bei einer im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film im mittleren Feld, das Publikum urteilt uneinheitlich. Seit der Entstehung sind mittlerweile 49 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit stellt, in der Kriegsdramen mit expliziter Darstellung von Sexualität und Machtmissbrauch eine eigene, umstrittene Nische bildeten. Innerhalb dieses Umfelds steht der Titel für eine Erzählweise, die historische Verbrechen mit drastischen Mitteln zu vermitteln versucht, ohne dass sich daraus eine einhellige Bewertung ergeben hätte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Helmut Berger als Helmut Wallenberg
- Ingrid Thulin als Kitty Kellermann
- Teresa Ann Savoy als Margherita
- John Steiner als Biondo
- Sara Sperati als Helga
- Maria Michi als Hilde
- Rosemarie Lindt als Susan
- Paola Senatore als Marika
- John Ireland als Cliff
- Tina Aumont als Herta Wallenberg
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Verfügbarkeit
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