Scheidung auf italienisch (1961)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pietro Germi |
|---|---|
| Genre | Komödie, Krimi |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1961-12-20 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (551 Stimmen) |
Worum es geht
Ferdinando Cefalù will unbedingt seine Cousine Angela heiraten. Das Hindernis ist erheblich: Er ist bereits mit Rosalia verheiratet, und eine Scheidung ist in Italien nicht erlaubt. Also sucht Ferdinando einen Weg um das Gesetz herum, und der Weg, den er findet, ist so kalt wie folgerichtig. Er will seine Frau in eine Affäre locken, sie dabei ertappen und umbringen. Denn wer eine ehebrecherische Frau tötet, kann mit einer milden Strafe rechnen.
Ferdinando überredet einen Maler, Rosalia den Hof zu machen. Der Plan hat allerdings einen Haken, mit dem er nicht gerechnet hat: Rosalia erweist sich als treuer, als er erwartet hätte.
Entstehungsgeschichte
Pietro Germi inszenierte den Film, der 1961 erschien und damit 65 Jahre zurückliegt. Marcello Mastroianni steht an erster Stelle der Besetzung, gefolgt von Daniela Rocca, Stefania Sandrelli und Leopoldo Trieste.
Hinter den Kulissen
Komödie und Krimi sind eine Kombination, die hier eine besondere Färbung bekommt. Der Krimi steckt in der Planung eines Mordes, die Komödie in der Umkehrung: Der Ehemann muss seine Frau erst untreu machen, um sie loszuwerden, und scheitert an ihrer Treue. Italien, Sizilien und Scheidung stecken den Rahmen ab. Das Scheidungsverbot ist der Motor der Handlung; ohne dieses Verbot gäbe es keinen Plan und keine Geschichte.
Die Anlage ist die einer Satire, die ein Rechtssystem beim Wort nimmt. Wenn Mord aus verletzter Ehre milder bestraft wird, als eine Trennung überhaupt möglich ist, dann wird die Ehre zum Werkzeug. Die Geschichte führt diese Logik ins Absurde, indem sie den Täter zum Drahtzieher des eigenen Motivs macht. Dass ausgerechnet die Treue der Ehefrau den Plan durchkreuzt, ist die Pointe, auf die alles zuläuft.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 erreicht der Film eine hohe Bewertung, gestützt auf einige hundert Stimmen. Dass ein Werk aus dem Jahr 1961 nach 65 Jahren noch derart geschlossen positiv beurteilt wird, spricht dafür, dass die Satire ihren Gegenstand überdauert hat.
Innerhalb des Genres ist das eine Komödie, die ihren Witz aus dem Ernst zieht: aus Gesetz, Ehre und Mordabsicht. Der Krimi-Anteil sorgt dafür, dass die Komik nie folgenlos bleibt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Marcello Mastroianni als Ferdinando Cefalù
- Daniela Rocca als Rosalia Cefalù
- Stefania Sandrelli als Angela
- Leopoldo Trieste als Carmelo Patanè
- Odoardo Spadaro als Don Gaetano Cefalù
- Margherita Girelli als Sisina
- Angela Cardile als Agnese Cefalù
- Lando Buzzanca als Rosario Mulè
- Pietro Tordi als Attorney De Marzi
- Ugo Torrente als Don Calogero
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