So viele Jahre liebe ich dich (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Philippe Claudel |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-03-19 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (246 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach fünfzehn Jahren im Gefängnis kehrt Juliette in die Freiheit zurück. Sie hat ihren sechsjährigen Sohn getötet und in all den Jahren jeden Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen. Ihre jüngere Schwester Léa nimmt sie bei sich auf, gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden adoptierten Töchtern. Der Neuanfang ist alles andere als reibungslos: In der Familie schwingen Vorbehalte gegenüber der Vergangenheit mit, die sich erst allmählich auflösen. Léa hält an ihrer Schwester fest und trägt dazu bei, dass auch ihr Mann Juliette Stück für Stück akzeptiert. Über Léas Kollegen Michel lernt Juliette einen Mann kennen, der ihr zugetan ist – doch sie weist ihn zurück, nicht bereit, sich nach so langer Zeit auf eine neue Beziehung einzulassen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2008 und wurde von Philippe Claudel inszeniert. In den Hauptrollen sind Kristin Scott Thomas als Juliette und Elsa Zylberstein als Léa zu sehen, an ihrer Seite stehen Serge Hazanavicius und Claire Johnston. Die Freigabe liegt bei 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf Genremischungen und setzt stattdessen auf eine konzentrierte Erzählweise: Eine Frau, die mit einer Schuld aus der Vergangenheit in ein familiäres Umfeld zurückkehrt, das ihr mit Misstrauen begegnet. Die Konstellation aus Schwestern, Ehepartner und Kindern schafft ein enges soziales Gefüge, in dem sich Vertrauen erst wieder aufbauen muss. Dass eine mögliche neue Beziehung zu Michel im Zentrum steht, verweist auf ein zentrales Thema: die Frage, ob und wie ein Leben nach einer solchen Tat und einer solchen Haftzeit überhaupt wieder möglich ist. Der Film erzählt damit weniger eine Kriminalgeschichte als eine Geschichte über Scham, Nähe und das langsame Wiederfinden in familiären Bindungen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis zeichnet sich ein solides, aber kein breit abgestütztes Bild der Rezeption ab. Seit dem Erscheinungsjahr 2008 sind mittlerweile 17 Jahre vergangen, ohne dass sich an der grundsätzlichen Anlage des Films – ein leises, figurenzentriertes Drama – etwas ändert. Innerhalb des Dramagenres reiht sich der Film in jene Werke ein, die auf große äußere Handlung verzichten und stattdessen auf die innere Entwicklung ihrer Hauptfigur setzen.
Bilder







Besetzung & Stab
- Kristin Scott Thomas als Juliette
- Elsa Zylberstein als Léa
- Serge Hazanavicius als Luc
- Claire Johnston als Mère
- Frédéric Pierrot als Capitaine Fauré
- Laurent Grévill als Michel
- Lise Ségur als P'tit Lys
- Jean-Claude Arnaud als Papy Paul
- Mouss Zouheyri als Samir
- Souad Mouchrik als Kaisha
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