Suffragette – Taten statt Worte (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sarah Gavron |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-10-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 14.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 16.002.420 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (1.689 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
London, 1912. Maud Watts ist 24 und arbeitet in einer Wäscherei. Über Umwege gerät sie in die Bewegung der Suffragetten.
Nachdem sie vor einem Parlamentsausschuss zum Frauenwahlrecht ausgesagt hat, wird sie verhaftet; Polizeifotos gehen um, sie verliert ihre Arbeit. Ihr Mann verstößt sie und gibt den gemeinsamen Sohn zur Adoption frei. Die Bewegung geht unterdessen zu Anschlägen über — auf Briefkästen und auf das Haus von Lloyd George. In Haft treten die Frauen in den Hungerstreik; die Behörden antworten mit Zwangsernährung.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Sarah Gavron, das Drehbuch schrieb Abi Morgan.
Carey Mulligan spielt Maud Watts, Helena Bonham Carter die Edith Ellyn, Natalie Press die Emily Davison, Meryl Streep die Emmeline Pankhurst, Ben Whishaw den Sonny Watts und Brendan Gleeson den Steed.
Produziert wurde der Film von Alison Owen und Faye Ward. Die Kamera führte Edu Grau, den Schnitt besorgte Barney Pilling, die Musik stammt von Alexandre Desplat.
Es handelt sich um eine britische Produktion von 106 Minuten Länge. Der deutsche Kinostart war der 4. Februar 2016.
Hinter den Kulissen
Die Hauptfigur ist erfunden, der Rahmen nicht. Maud Watts steht für die Arbeiterinnen in der Bewegung — der Film erzählt das Frauenwahlrecht nicht von den bekannten Namen her, sondern von einer Wäscherin.
Emmeline Pankhurst und Emily Davison sind dagegen historische Personen. Davison lief beim Epsom Derby mit einem Banner auf die Rennbahn und wurde vom Pferd des Königs tödlich getroffen. Der Film zeigt diesen Vorgang; für die Bewegung wurde sie danach zur Märtyrerin.
Die Darstellung der Zwangsernährung gehört zu den härtesten Teilen des Films. Sie ist keine Zuspitzung, sondern die Wiedergabe einer Praxis, mit der der Staat auf die Hungerstreiks reagierte.
Meryl Streep tritt als Emmeline Pankhurst nur kurz auf. Diese Gewichtung ist Absicht: Die Anführerin bleibt Randfigur, damit die Erzählung bei denen bleibt, die die Folgen tragen.
Einordnung & Wirkung
Rotten Tomatoes weist 73 Prozent positive Rezensionen aus, Metacritic 64 von 100.
Der Filmdienst hielt fest, das politische Engagement bilde den Kern dieses überzeugend gespielten Dramas.
Bei den British Independent Film Awards 2015 wurde Brendan Gleeson als bester Nebendarsteller ausgezeichnet, bei den Hollywood Film Awards Carey Mulligan als Schauspielerin des Jahres. Bei den European Film Awards 2016 erhielt Alice Normington den Jurypreis für das beste Szenenbild.
Die Entscheidung, eine erfundene Arbeiterin ins Zentrum zu stellen, ist dabei der eigentliche Zugriff des Films. Sie verschiebt die Frage vom Wahlrecht als Verfassungsthema hin zu dem, was der Kampf darum einzelne Frauen gekostet hat — Arbeit, Ehe, das eigene Kind.
Bilder








Besetzung & Stab
- Carey Mulligan als Maud Watts
- Helena Bonham Carter als Edith Ellyn
- Brendan Gleeson als Arthur Steed
- Anne-Marie Duff als Violet Miller
- Meryl Streep als Emmeline Pankhurst
- Ben Whishaw als Sonny Watts
- Romola Garai als Alice Haughton
- Samuel West als Benedict Haughton
- Geoff Bell als Norman Taylor
- Natalie Press als Emily Davison
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Verfügbarkeit
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