Taxi Teheran (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jafar Panahi |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 82 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-04-15 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (493 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Taxi fährt an einem gewöhnlichen Tag durch die Straßen von Teheran. Fahrgäste aus unterschiedlichen sozialen Schichten steigen ein und wieder aus, und jeder bringt ein Stück Alltag mit in den Wagen. Am Steuer sitzt kein gewöhnlicher Fahrer, sondern Jafar Panahi selbst, der auf diese Weise erneut einen „verbotenen“ Film macht.
Zum Hintergrund: Panahi ist von der iranischen Justiz mit einem 20-jährigen Verbot belegt worden, Filme zu machen, Drehbücher zu schreiben oder Interviews zu geben; bei Zuwiderhandlung drohen ihm sechs Jahre Haft. Das Taxi wird so zum fahrenden Schauplatz, an dem sich die Widersprüche eines Landes im Gespräch mit Fahrgästen zeigen, ohne dass jemand eine Parole ausgibt.
Entstehungsgeschichte
„Taxi Teheran“, im Original schlicht „Taxi“, stammt aus dem Jahr 2015 und wurde von Jafar Panahi inszeniert, der zugleich selbst im Bild ist. Neben ihm gehören Hana Saeidi, Nasrin Sotoudeh und Majid Panahi zur Besetzung. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben, ein Hinweis darauf, dass die Auseinandersetzung mit dem Verbot nicht über drastische Bilder, sondern über Beobachtung und Gespräch läuft.
Hinter den Kulissen
Komödie und Drama als Genrepaar beschreiben die doppelte Bewegung: Die Begegnungen im Taxi haben Leichtigkeit, der Hintergrund des Regisseurs ist ernst. Die Anlage ist so einfach wie zwingend: ein Auto, ein Fahrer, wechselnde Passagiere. Diese Beschränkung ist keine ästhetische Laune, sondern folgt aus der Lage, in der der Film entstand. Es ist ein militantes Kino, das keine Proklamationen macht, sondern den Alltag zeigt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,1 von 10 liegt der Film im guten Bereich, allerdings auf einer Stimmenbasis im dreistelligen Bereich, also mit einem kleinen Publikum. Elf Jahre nach 2015 bleibt der Titel ein Beispiel dafür, wie ein Verbot zur Form eines Films werden kann. Im Genre des Dramas mit komödiantischen Zügen steht er für eine Erzählweise, bei der die Grenze zwischen Inszenierung und Wirklichkeit bewusst offen bleibt und das Auto zum Beobachtungsraum wird.
Bilder






Besetzung & Stab
- Jafar Panahi als Self
- Hana Saeidi als Self
- Nasrin Sotoudeh als Woman with roses
- Majid Panahi als Cinema Student (uncredited)
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Verfügbarkeit
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