The King’s Speech - Die Rede des Königs (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tom Hooper |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-11-26 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 414.211.549 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (9.516 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Prinz Albert, zweiter Sohn von König Georg V., stottert seit seiner Kindheit. 1925 bricht er bei einer Rede im Wembley-Stadion vor zehntausenden Menschen ab. Seine Frau Elizabeth sucht daraufhin ohne sein Wissen den australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue auf, der weder Titel noch Zulassung hat und darauf besteht, ihn beim Vornamen zu nennen.
Als sein Bruder Edward abdankt, um eine geschiedene Amerikanerin zu heiraten, wird Albert zu König Georg VI. Kurz darauf erklärt Großbritannien Deutschland den Krieg, und er muss eine Rundfunkansprache halten, die das ganze Land hören wird.
Entstehungsgeschichte
David Seidler stotterte als Kind und führte das auf die Kriegserfahrungen seiner Familie zurück; Georg VI. war für ihn ein Vorbild. Er begann Ende der 1970er zu recherchieren und wandte sich an die Königinmutter, die ihn bat, zu ihren Lebzeiten davon abzusehen — die Erinnerungen seien zu schmerzhaft. Nach ihrem Tod 2002 nahm er die Arbeit wieder auf.
Neun Wochen vor Drehbeginn erfuhr die Produktion von Lionel Logues erhaltenen Notizbüchern, die gerade für eine Buchveröffentlichung ausgewertet wurden. Passagen daraus flossen in das Drehbuch ein.
Hinter den Kulissen
Tom Hooper arbeitete mit ungewöhnlich weitwinkligen Objektiven zwischen vierzehn und siebenundzwanzig Millimetern und setzte die Kamera dicht an die Gesichter. Die Figuren stehen dabei häufig nicht in der Bildmitte, sondern am Rand, mit viel leerer Fläche daneben — eine Bildlösung für die Enge, die der König empfindet.
Gedreht wurde in London und Umgebung; die Kathedrale von Ely stand für Westminster Abbey, Lancaster House für den Buckingham Palace. Colin Firth arbeitete mit Sprechtrainern und studierte Archivaufnahmen. Die Freigabestelle stufte den Film in Großbritannien wegen rund siebzehn Kraftausdrücken zunächst ab sechzehn Jahren ein — sie fallen in einer Therapieszene, in der Logue den König zum Fluchen bringt, weil dabei das Stottern verschwindet. Nach Protesten wurde die Einstufung gesenkt.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 414 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von etwa 15 Millionen, und gewann bei zwölf Nominierungen vier Oscars: bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und bestes Originaldrehbuch.
Historikerinnen und Historiker wiesen auf Verdichtungen hin, unter anderem auf Churchills Haltung zur Abdankung und auf die Schlussszene auf dem Balkon. Aus der Logopädie kam ein anderer Einwand: Der Film führt das Stottern auf ein Kindheitstrauma zurück — eine Erklärung, die fachlich als überholt gilt. Firths Darstellung wurde davon unabhängig als außergewöhnlich genau gelobt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Colin Firth als King George VI
- Geoffrey Rush als Lionel Logue
- Helena Bonham Carter als Queen Elizabeth
- Guy Pearce als King Edward VIII
- Timothy Spall als Winston Churchill
- Michael Gambon als King George V
- Jennifer Ehle als Myrtle Logue
- Derek Jacobi als Archbishop Cosmo Lang
- Freya Wilson als Princess Elizabeth
- Ramona Marquez als Princess Margaret
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Verfügbarkeit
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