Törichte Frauen (1922)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Erich von Stroheim |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 140 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1922-01-11 |
| Budget | 1.100.000 $ |
| Einspielergebnis | 400.200 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (111 Stimmen) |
Worum es geht
Monte Carlo, 1920. In den Villen und Kasinos der Küstenstadt bewegt sich der russische Adlige Wladislaw Sergius Karamzin, ein Emigrant, der in Begleitung zweier Cousinen und einer Kammerzofe lebt. Die Zofe liebt ihn und lässt sich mit dem Versprechen einer Heirat hinhalten, das er nicht einzulösen gedenkt. Als ein amerikanischer Diplomat mit seiner Frau anreist, sieht Karamzin eine Gelegenheit: Er umwirbt die Ehefrau, um sie später um eine größere Geldsumme zu erpressen. Parallel unterhält er eine Beziehung zur Tochter eines Falschmünzers, einer jungen Frau mit einer geistigen Beeinträchtigung. Die feine Fassade des Grafen und seiner "Cousinen" trägt nicht bis zum Ende der Geschichte.
Entstehungsgeschichte
"Törichte Frauen" entstand 1922 unter der Regie von Erich von Stroheim, der auch die Hauptrolle des Wladislaw Sergius Karamzin übernahm. An seiner Seite stehen Rudolph Christians, Miss DuPont und Maude George. Der Originaltitel lautet "Foolish Wives".
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Thriller passt zu einem Stoff, der auf Täuschung aufbaut: Ein vermeintlicher Adliger, der sich als Hochstapler entpuppt, mehrere Frauen, die instrumentalisiert werden, und ein Milieu aus Spielkasinos und großbürgerlichem Schein, das genug Raum für Betrug und Erpressung bietet. Dass gleich mehrere Figuren – der Graf und seine "Cousinen" – am Ende als Kriminelle enttarnt werden, verweist auf eine Erzählanlage, die von Anfang an auf Enttäuschung und Entblößung hinausläuft, nicht auf eine klassische Romanze. Die Verstrickung mit der Tochter des Falschmünzers bringt eine zweite kriminelle Ebene ins Spiel, die die Handlung zusätzlich verdichtet und den Ausgang vorbereitet, ohne ihn vorwegzunehmen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,5 bei einer noch begrenzten Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich, wobei die schmale Stimmenbasis eine vorsichtige Lesart nahelegt. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1922 und heute liegen über hundert Jahre, was den Titel zu einem sehr frühen Beispiel für die Verbindung von Gesellschaftsdrama und kriminalistischer Spannung macht. Innerhalb dieser Genremischung zeigt sich ein Werk, das gesellschaftliche Fassaden und persönliche Täuschung ins Zentrum stellt, statt auf äußere Effekte zu setzen.
Bilder




Besetzung & Stab
- Erich von Stroheim als Count Wladislaw Sergius Karamzin
- Rudolph Christians als Andrew J. Hughes
- Miss DuPont als Helen Hughes
- Maude George als Princess Olga Petchnikoff
- Mae Busch als Princess Vera Petchnikoff
- Dale Fuller als Maruschka
- Cesare Gravina als Cesare Ventucci
- Malvina Polo als Marietta
- Albert Edmondson als Pavel Pavlich
- Mary Philbin als Crippled Girl (uncredited)
Weitere Filme von Erich von Stroheim
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.