Tora! Tora! Tora! (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Richard Fleischer |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Historie, Drama |
| Laufzeit | 144 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-01-26 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 25.485.000 $ |
| Einspielergebnis | 37.150.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (623 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
„Tora! Tora! Tora!“ ist das japanische Signal zum Angriff. Der Film zeichnet den Überfall auf Pearl Harbor und die Ereignisse, die ihm vorausgingen, minutiös nach. Die ersten Szenen stellen die beiden Seiten und ihre Haltungen gegeneinander: Auf japanischer Seite entschließt sich die imperialistische Führung zu einem Angriff in Etappen; auf amerikanischer Seite lassen die höheren Ränge des Militärs diese Möglichkeit unbeachtet.
Daraus entwickelt sich eine Kette von Versäumnissen. Abgefangene japanische Nachrichten warnen vor der Gefahr, gelangen aber nie zur obersten Führung des amerikanischen Militärs. Radarmeldungen werden übergangen. Selbst die Jagd auf ein japanisches U-Boot in Pearl Harbor noch vor dem Angriff wird nicht gemeldet.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Toshio Masuda; der Film erschien 1970. Zur Besetzung gehören Martin Balsam, Sô Yamamura, Jason Robards und Joseph Cotten. Die Aufstellung ist bezeichnend für die Anlage: Es gibt keine tragende Hauptrolle, sondern mehrere Figuren auf beiden Seiten, die jeweils Ausschnitte des Geschehens vertreten. Zugänglich ist der Film ab sechzehn Jahren.
Hinter den Kulissen
Kriegsfilm, Historie und Drama kommen hier zusammen, und die drei Genres beschreiben genau die Bauweise. Das Historische bestimmt den Ablauf, denn der Ausgang ist bekannt; Spannung kann daher nicht aus der Frage entstehen, was geschieht. Sie entsteht aus dem Wissensgefälle: Der Zuschauer sieht die Meldungen, die Warnungen und die Fehlschlüsse, während die Beteiligten jeweils nur ihren Ausschnitt kennen. Das Dramatische liegt folglich nicht in einzelnen Schicksalen, sondern im Apparat – in Dienstwegen, Zuständigkeiten und Nachrichten, die liegen bleiben. Bemerkenswert ist, dass die Erzählung beide Seiten in eigenen Strängen führt, statt eine davon zur bloßen Gegenseite zu machen.
Einordnung & Wirkung
7,2 von 10 sind ein deutlich überdurchschnittlicher Wert, auch wenn er sich auf eine begrenzte Bewertungsbasis stützt. 56 Jahre nach dem Erscheinen steht der Film für eine Form des Kriegsfilms, die auf Rekonstruktion setzt statt auf Heldengeschichten. Der Stoff betrifft reale Opfer; der nüchterne Zugriff über Abläufe und Fehler ist dieser Tatsache angemessen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Martin Balsam als Admiral Husband E. Kimmel
- So Yamamura als Admiral Isoroku Yamamoto
- Jason Robards als General Walter C. Short
- Joseph Cotten als Henry L. Stimson
- Tatsuya Mihashi als Commander Minoru Genda
- E.G. Marshall als Colonel Rufus S. Bratton
- Takahiro Tamura als Lt. Commander Mitsuo Fuchida
- James Whitmore als Admiral William F. Halsey
- Eijirō Tōno als Admiral Chuici Nagumo
- Wesley Addy als Lt. Commander Alwin D. Kramer
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