Vive la France - Gesprengt wird später (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michaël Youn |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-02-20 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 5,2 (394 Stimmen) |
Worum es geht
Muzafar und Feruz sind zwei Hirten aus Taboulistan, einem kleinen Land in Zentralasien, von dessen Existenz kaum jemand etwas weiß. Das Regime will das ändern und greift zu einer ganz besonderen Form von Werbung: Terrorismus. Die beiden Hirten sollen den Eiffelturm sprengen und so die Aufmerksamkeit der Welt auf Taboulistan lenken.
Die Reise nach Frankreich wird zum Parcours durch das Land und seine Eigenheiten. Unterwegs begegnen sie nationalistischen Korsen, übereifrigen Polizisten, verlogenen Taxifahrern, streitlustigen Fußballfans, klagenden Arbeitern und unfreundlichen Kellnern. Dann treffen sie auf die junge Journalistin Marianne, die sie für illegale Einwanderer hält und ihnen helfen will. Plötzlich sehen die beiden Frankreich in einem anderen Licht und müssen sich fragen, ob ihr Plan noch Sinn ergibt.
Entstehungsgeschichte
Michaël Youn hat die Komödie 2013 nicht nur inszeniert, sondern spielt auch selbst mit. An seiner Seite stehen José Garcia, Isabelle Funaro und Ary Abittan vor der Kamera.
Mit einer Freigabe ab 12 Jahren bleibt der Film trotz seines heiklen Ausgangspunkts einem jugendlichen Publikum zugänglich. Der deutsche Titel Vive la France - Gesprengt wird später deutet bereits an, dass das Attentat auf die lange Bank geschoben wird.
Hinter den Kulissen
Als reine Komödie angelegt, verarbeitet der Film ein Thema, das eigentlich wenig Anlass zum Lachen bietet. Die Satire richtet sich dabei in mehrere Richtungen. Zum einen auf ein erfundenes Regime, das Terror als Marketinginstrument begreift, zum anderen auf Frankreich selbst, dessen Bewohner als Sammlung von Klischees auftreten.
Die Anlage als Reise ermöglicht eine episodische Struktur, in der jede Begegnung einen anderen Aspekt des Landes aufs Korn nimmt. Der Blick von außen, durch die Augen zweier Fremder, macht vertraute Eigenheiten sichtbar. Mit Marianne kommt eine Figur hinzu, die das Missverständnis auf die Spitze treibt und den beiden Hirten zugleich eine neue Perspektive eröffnet. Dennoch bleibt der Umgang mit Terrorismus ein Balanceakt.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung liegt bei 5,2 von 10 und stützt sich auf einige hundert Stimmen. Das Urteil fällt eher verhalten aus.
Seit dem Erscheinen sind 13 Jahre vergangen. Im Feld der Culture-Clash-Komödien, die Fremde auf eine Reise durch ein ihnen unbekanntes Land schicken, setzt der Film auf eine besonders provokante Ausgangslage, die nicht jedem gefallen dürfte.
Bilder






Besetzung & Stab
- Michaël Youn als Feruz
- José Garcia als Muzafar
- Isabelle Funaro als Marianne
- Ary Abittan als Jafaraz Ouechmagül
- Jérôme Commandeur als Gendarme centre de rétention
- Vincent Moscato als Oncle Momo
- Guilaine Londez als Tante Nanette
- Franck Gastambide als Kévin
- Jean-François Perrone als Chef nationaliste corse
- Blanche Raynal als Présidente de la République française
Weitere Filme von Michaël Youn
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.