Wenn die Kraniche ziehen (1957)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Micheil Kalatosischwili |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 97 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1957-10-12 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (472 Stimmen) |
Worum es geht
Weronika und der junge Techniker Boris haben sich gerade ineinander verliebt, als Boris 1941 freiwillig in die Rote Armee eintritt und bei Kriegsausbruch an die Front geht. Weronika wartet vergeblich auf ein Lebenszeichen. Bei einem Bombenangriff verliert sie ihre Eltern und ihr Zuhause, und die Familie von Boris nimmt sie auf.
Dort bemüht sich Mark, Boris' Bruder und Musiker, um sie. In einer furchtbaren Bombennacht gibt sich Weronika ihm hin und heiratet ihn wenig später. Die Ehe steht jedoch von Anfang an im Schatten der Erinnerung an Boris, und Weronika trennt sich schließlich wieder von Mark. Bis zum Ende des Krieges hält sie an dem Glauben fest, dass Boris zurückkehren wird.
Entstehungsgeschichte
Micheil Kalatosischwili führte Regie bei diesem Film, der 1957 erschien. Zur Besetzung gehören Татьяна Самойлова, Алексей Баталов, Василий Меркурьев und Александр Шворин. Die Freigabe ab 12 Jahren zeigt, dass der Film das Kriegsgeschehen nicht in den Vordergrund rückt, obwohl es die Handlung bestimmt.
Hinter den Kulissen
Drama, Liebesfilm und Kriegsfilm: Die drei Genres bilden die Anlage ab. Der Krieg ist nicht Schauplatz von Schlachten, sondern die Kraft, die ein Paar auseinanderreißt und eine junge Frau in Entscheidungen zwingt, die sie unter anderen Umständen nie getroffen hätte. Die Liebesgeschichte wird aus der Perspektive derer erzählt, die zurückbleiben.
Bemerkenswert ist die Konstruktion um die beiden Brüder. Boris ist abwesend und bleibt doch die prägende Figur, während Mark anwesend ist und trotzdem keinen Platz in Weronikas Herzen findet. Die Bombennacht als Moment der Hingabe verknüpft das private Schicksal mit dem Grauen des Krieges.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 Punkten liegt die Bewertung des Films sehr hoch, wenn auch auf einer Basis von wenigen hundert Stimmen. 69 Jahre nach seinem Erscheinen wird er von seinen Zuschauern weiterhin sehr positiv beurteilt. Als Kriegsdrama, das die Front weitgehend ausspart und den Verlust an der Heimatfront zeigt, nimmt er eine klare Position ein: Es geht um das Warten, nicht um das Kämpfen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tatyana Samoylova als Veronika
- Aleksey Batalov als Boris
- Vasili Merkuryev als Fyodor Ivanovich
- Aleksandr Shvorin als Mark
- Svetlana Kharitonova als Irina
- Konstantin Kadochnikov als Volodya
- Valentin Zubkov als Stepan
- Antonina Bogdanova als Grandmother
- Boris Kokovkin als Chernov
- Ekaterina Kupriyanova als Anna Mikhaylovna
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Verfügbarkeit
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