Wer früher stirbt ist länger tot (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marcus H. Rosenmüller |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-08-17 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (122 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In Germringen, einem erfundenen oberbayerischen Dorf, wächst der elfjährige Sebastian Schneider bei seinem Vater Lorenz auf, der die Gaststätte Kandler führt, und bei seinem älteren Bruder Franz. Sebastian gilt als Lausbub, doch ein Streit mit Franz verändert sein Weltbild grundlegend: Er erfährt, dass seine Mutter Sophie nicht bei einem Unfall starb, wie man ihm immer erzählt hatte, sondern bei seiner Geburt. Franz macht ihn im Zorn für ihren Tod verantwortlich und erklärt ihm zudem, dass Sünden im Fegefeuer gebüßt werden müssten. Für den Jungen beginnt damit eine Zeit, in der er sich mit Schuld, Glauben und der eigenen Herkunft auseinandersetzen muss.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2006 unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller. In den Hauptrollen sind Markus Krojer, Fritz Karl, Jürgen Tonkel und Jule Ronstedt zu sehen. Die Freigabe liegt bei 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Komödie zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Ein kindlicher Lausbubencharakter trifft auf ein existenzielles Thema wie Tod, Schuld und Schöpfungsangst, das durch die religiöse Vorstellung vom Fegefeuer eine fast metaphysische Dimension bekommt. Dass die Handlung in einem fiktiven bayerischen Dorf angesiedelt ist, verweist auf eine bewusst regionale, volkstümliche Erzählweise, in der Milieu und Figuren eng miteinander verwoben sind. Die Besetzung mit einem jungen Hauptdarsteller neben erwachsenen Nebenfiguren deutet darauf hin, dass der Film die kindliche Perspektive auf Erwachsenenthemen wie Familie, Verlust und Schuld in den Mittelpunkt stellt, ohne dabei auf komödiantische Momente zu verzichten.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überwältigend breiten Rezeptionsfeld. Seit seiner Entstehung 2006 sind mittlerweile 19 Jahre vergangen, was ihn in die Reihe früher deutscher Tragikomödien der 2000er-Jahre einordnet, die kindliche Perspektiven mit ernsten Familienthemen verbinden. Innerhalb dieses Genres steht er für einen Ansatz, der Humor und Schwere nicht gegeneinander ausspielt, sondern nebeneinander bestehen lässt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Markus Krojer als Sebastian
- Fritz Karl als Lorenz
- Jürgen Tonkel als Alfred
- Jule Ronstedt als Veronika
- Saskia Vester als Ms. Kramer
- Franz Xaver Brückner als Franz
- Johann Schuler als Graudinger
- Sepp Schauer als Proske
- Heinz-Josef Braun als Gumberger
- Tim Seyfi als Kaffl
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Verfügbarkeit
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