Wir - der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rene Eller |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Historie |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-07-12 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 5,4 (124 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem Grenzdorf zwischen Belgien und den Niederlanden trifft sich eine Gruppe siebzehnjähriger Jugendlicher, die sich über den Sommer hinweg gegenseitig Halt und Provokation zugleich sind. Simon, ein zurückhaltender, intellektueller Junge, ist in Femke verliebt, während Ruth heimlich Gefühle für Simon hegt. Die Fäden in der Gruppe zieht Thomas, ein Junge mit ausgeprägtem unternehmerischem Ehrgeiz und wenig Skrupeln: Er baut eine Seite für inszenierte, kitschig anmutende Sexvideos auf. Ruth ist die Erste, die für Sex bezahlt wird, und nach und nach lässt sich die ganze Gruppe auf Prostitution ein. Als schließlich auch Femke in diese Dynamik hineingezogen wird, kippt die Stimmung innerhalb der Gruppe merklich.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2018 unter der Regie von Rene Eller. In den zentralen Rollen sind Pauline Casteleyn, Aimé Claeys, Gaia Sofia Cozijn und Axel Daeseleire zu sehen. Die Freigabe liegt bei 18 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi, Drama und Historie deutet an, dass die Geschichte über das reine Coming-of-Age-Setting hinausgeht und die Ereignisse des Sommers mit einer gewissen erzählerischen Distanz und mit Konsequenzen von strafrechtlichem Gewicht verbunden werden. Dass eine Gruppe Gleichaltriger geschlossen in eine solche Dynamik hineingerät, verweist auf ein Interesse an Gruppendruck und daran, wie sich moralische Grenzen innerhalb einer Clique verschieben, sobald ein einzelner charismatischer Anführer wie Thomas den Ton vorgibt. Die Verschiebung der Erzählperspektive zwischen mehreren jungen Figuren – Simon, Ruth, Femke, Thomas – erlaubt es, dieselbe Entwicklung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu zeigen, statt sie auf eine einzelne Heldenfigur zu verengen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,4 aus einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Titel im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil ableiten lässt – die Bewertungsbasis bleibt schmal. Seit dem Erscheinungsjahr 2018 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, was den Film in eine Reihe europäischer Jugenddramen einordnet, die explizit erwachsene Themen wie Prostitution und Gruppendynamik ohne beschönigende Distanz behandeln. Innerhalb der Genremischung aus Krimi, Drama und Historie besetzt er damit eine Nische, die sich weniger an klassische Genrekonventionen als an eine sozial zugespitzte Milieuschilderung hält.
Bilder




Besetzung & Stab
- Pauline Casteleyn als Liesl
- Aimé Claeys als Thomas
- Gaia Sofia Cozijn als Sarah
- Axel Daeseleire als Martin
- Salomé van Grunsven als Femke
- Laura Drosopoulos als Ena
- Friso van der Werf als Jens
- Lieselot Siddiki als Loesje
- Maxime Jacobs als Ruth
- Tom De Vreese als Dutch teacher
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Verfügbarkeit
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