Zug um Zug in den Wahnsinn (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Liz Garbus |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Drama |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-06-06 |
| Einspielergebnis | 90.511 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (129 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1958 sorgt ein Vierzehnjähriger für Aufsehen, als er zum jüngsten Großmeister der Schachgeschichte wird: Robert James „Bobby“ Fischer. Fünfzehn Jahre lang verfolgt die Öffentlichkeit seinen Aufstieg, der dem Schachspiel selbst zu internationaler Aufmerksamkeit verhilft. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs jedoch zieht sich Fischer überraschend aus dem öffentlichen Leben zurück. Was ihn zu diesem Schritt bewegt, bleibt der Film seinen Zuschauern schuldig zu erklären – er hält den weiteren Weg seines Protagonisten offen und konzentriert sich auf die Jahre des Aufstiegs und den Moment des Verschwindens.
Entstehungsgeschichte
Der Dokumentarfilm entstand 2011 unter der Regie von Liz Garbus. Im Zentrum steht Bobby Fischer selbst, dessen Weg unter anderem durch Henry Kissinger, den Fotografen Harry Benson und den Schachspieler Garri Kasparow eingeordnet wird. Eine Altersfreigabe liegt nicht vor.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Dokumentarfilm und Drama zeigt an, dass es hier nicht um eine reine Chronik sportlicher Erfolge geht, sondern um die menschliche Seite einer außergewöhnlichen Karriere. Dass mit Kissinger ein Politiker und mit Kasparow ein späterer Schachgroßmeister zu den genannten Personen zählen, deutet auf einen Film, der Fischers Bedeutung über das Schachbrett hinaus verhandelt – als Figur, die Politik, Öffentlichkeit und eine ganze Sportart berührte. Der Fotograf Harry Benson wiederum verweist auf eine visuelle Ebene: Bilder, die Fischer als öffentliche Person zeigen, scheinen Teil der Erzählung zu sein. Die Anlage der Geschichte, die den Aufstieg über anderthalb Jahrzehnte nachzeichnet und mit einem plötzlichen Verschwinden endet, folgt einer klassischen dramatischen Kurve, wie sie sich auch im fiktionalen Drama finden lässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren bis oberen Bereich, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil ableiten ließe. Seit der Veröffentlichung 2011 sind mittlerweile 14 Jahre vergangen, ein Zeitabstand, der den Film selbst inzwischen als historisches Zeitdokument über sein Sujet lesbar macht. Innerhalb dokumentarischer Porträts von Schachfiguren nimmt er durch die Kombination von Sport- und Zeitgeschichte eine eigene Position ein.
Bilder

Besetzung & Stab
- Bobby Fischer als Himself (archive footage)
- Henry Kissinger als Himself
- Harry Benson als Self
- Garry Kasparov als Self
- Judit Polgár als Self
- Larry Evans als Self
- Asa Hoffmann als Self
- Mikhail Tal als Self (archive footage)
- Anatoli Karpov als Self (archive footage)
- Boris Spassky als Self (archive footage)
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Verfügbarkeit
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