Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris (1956)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Autant-Lara |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 80 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1956-10-26 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (315 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paris während der Besatzung: Martin, ein anständiger Mann ohne Arbeit, soll vier Koffer voller Schweinefleisch quer durch die Stadt bis ans andere Ende transportieren. Eigentlich erledigt er solche Touren mit einem vertrauten Komplizen, doch der ist verhaftet worden.
Also braucht Martin Ersatz und wendet sich an einen Unbekannten namens Grandgil. Die Wahl erweist sich schnell als heikel. Grandgil lässt sich nicht lenken, er handelt nach eigenem Kopf, und der Weg durch das nächtliche Paris wird mit jeder Straße gefährlicher. Wer dieser Fremde tatsächlich ist und welchen Preis die Überquerung der Stadt am Ende fordert, enthüllt erst der Verlauf der Nacht.
Entstehungsgeschichte
Claude Autant-Lara führte bei dem Film Regie, der 1956 erschien. Vor der Kamera stehen Jean Gabin, Bourvil, Louis de Funès und Jeannette Batti.
Die Freigabe ab 12 Jahren trägt dem ernsten Hintergrund Rechnung, vor dem sich die Handlung abspielt.
Hinter den Kulissen
Komödie und Drama gehen hier eine enge Verbindung ein, und die Anlage der Geschichte erklärt, warum. Der Rahmen ist die Besatzungszeit, eine Situation, in der ein harmloser Transport zum Risiko wird. Zugleich lebt die Handlung von der Reibung zweier ungleicher Männer, die eine Nacht lang aufeinander angewiesen sind. Aus diesem Gegensatz entsteht die Komik, aus dem Hintergrund der Ernst.
Die Konstruktion als Weg von einem Ende der Stadt zum anderen gibt der Erzählung eine klare Linie. Jede Etappe bringt neue Gefahren, und mit Grandgil, der sich jeder Kontrolle entzieht, sitzt die Unberechenbarkeit gewissermaßen mit am Tisch. Der deutsche Titel fasst die Zutaten nüchtern zusammen: zwei Männer, ein Schwein, eine Nacht in Paris. Gerade diese Beiläufigkeit spiegelt den Ton eines Films, der Alltägliches und Bedrohliches nebeneinanderstellt.
Einordnung & Wirkung
Das Publikum vergibt im Schnitt 7,3 von 10 Punkten, getragen von einigen hundert Stimmen. Die Wertung fällt damit deutlich positiv aus, auch wenn die Basis überschaubar bleibt.
70 Jahre nach dem Erscheinen gehört der Film zu jenen Werken, die eine historische Ausnahmesituation nicht als Heldenepos, sondern aus der Perspektive kleiner Leute erzählen. Seine Stellung zwischen Komödie und Drama macht ihn zu einem Beispiel dafür, wie beide Genres einander schärfen können.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Grandgil, artist painter
- Bourvil als Marcel Martin, unemployed taxi driver
- Louis de Funès als Jambier, grocer
- Jeannette Batti als Mariette Martin, Marcel's wife
- Georgette Anys als Lucienne Couronne, owner of the Belotte cafe
- Robert Arnoux als Marchandot, butcher
- Laurence Badie als Restaurant waitress
- Myno Burney als Angèle Marchandot, butcher
- Germaine Delbat als Restaurant customer
- Monette Dinay als Mrs. Jambier, grocer
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