Boaz Davidson
Werdegang
Boaz Davidson wurde am 8. November 1943 in Tel Aviv geboren, damals britisches Mandatsgebiet Palästina. Er studierte Film in London und begann seine Karriere mit der Regie der Fernsehserie „Lool“ (1969) und des Films „Shablul“ (1971). In den folgenden Jahren inszenierte er in Israel mehrere Kultfilme, darunter „Charlie Ve'hetzi“ (1974), „Mishpahat Tzan'ani“ (1974) und „Hagiga B'Snuker“ (1975). Bekannt wurde er vor allem durch die ersten vier Filme der Eskimo-Limon-Reihe, von denen der erste 1978 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin lief. 1979 zog Davidson von Israel in die USA, wo er zunächst als Regisseur, später auch als Produzent und Drehbuchautor arbeitete. Dort entstand 1982 mit „The Last American Virgin“ ein Remake des ersten Eskimo-Limon-Films. In den folgenden Jahren war er an der Produktion mehrerer größerer US-Filme beteiligt.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Titel von Boaz Davidson als Regisseur verzeichnet, sämtlich Spielfilme, keine Serien. Sie stammen aus den Jahren 1978 bis 1982, einer Spanne von vier Jahren, die 35 bis 39 Jahre nach seiner Geburt liegt. Die Genres reichen von Komödie und Liebesfilm bis Horror und Thriller: „Eis am Stiel“ (1978), „X-Ray – Der erste Mord geschah am Valentinstag“ (1981) und „Die letzte amerikanische Jungfrau“ (1982), sein US-amerikanisches Remake des ersten Titels.
Einordnung
Die drei bei uns gelisteten Filme erhalten Bewertungen von 6,6, 6,2 und 5,2 bei einem Schnitt von 6,0 – eine insgesamt mittlere, in sich aber recht unterschiedliche Bewertungslage. Der am besten bewertete Titel ist „Eis am Stiel“ aus dem Jahr 1978, der schwächste die spätere US-Fassung „Die letzte amerikanische Jungfrau“. Der Katalogausschnitt deckt mit vier Jahren nur einen kleinen Teil seines Schaffens ab und liegt zeitlich in der frühen Phase seiner internationalen Karriere.