Haifaa al-Mansour
Werdegang
Haifaa al-Mansour wurde am 10. August 1974 geboren und gilt als erste Regisseurin Saudi-Arabiens. Sie schloss ihr Bachelorstudium der Literaturwissenschaft an der American University in Cairo ab und absolvierte anschließend ein Masterstudium in Regie und Filmwissenschaft an der University of Sydney. Nach mehreren erfolgreichen Kurzfilmen erlangte sie 2005 mit der Dokumentation „Women Without Shadows" internationale Aufmerksamkeit. Innerhalb Saudi-Arabiens wird ihre Arbeit sowohl gewürdigt als auch kritisiert, da sie Themen wie Toleranz, die Gefahren von Orthodoxie und die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit traditionellen, restriktiven gesellschaftlichen Strukturen aufgreift.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind vier Spielfilme von Haifaa al-Mansour als Regisseurin verzeichnet, keine Serien. Die Titel erschienen zwischen 2012 und 2020, ein Zeitraum von acht Jahren, der somit 38 bis 46 Jahre nach ihrer Geburt liegt. Zu den Filmen gehören „Das Mädchen Wadjda" (2012), „Mary Shelley" (2017), „Alte Zöpfe" (2018) und „Die perfekte Kandidatin" (2020). Genremäßig überwiegen Drama, Komödie und Liebesfilm, was auf ein Schaffen hindeutet, das sich zwischen gesellschaftlich verankerten Stoffen und persönlichen Charakterstudien bewegt.
Einordnung
Die vier Filme in unserem Katalog erhielten Bewertungen von 6,7 bis 7,2 bei einem Durchschnitt von 7,0. Die Werte liegen damit in einem recht einheitlichen, oberen mittleren Bereich, ohne größere Ausreißer nach oben oder unten. Zwischen dem ältesten und dem jüngsten der bewerteten Titel liegen acht Jahre, was auf eine über einen längeren Zeitraum konstante Qualitätswahrnehmung ihrer Arbeiten in unserer Bewertung hindeutet.