Josée Dayan
Werdegang
Josée Dayan wurde am 6. Oktober 1943 in Toulouse geboren und wuchs in Algier auf, wo ihr Vater Albert Dagnant, der aus einer jüdischen Familie stammte, als Fernsehregisseur arbeitete; ihre Großmutter besaß ein Kino. Seit 1974 drehte sie vor allem Filme für das Fernsehen. 1979 entstand unter ihrer Regie eine Dokumentation über Simone de Beauvoir. Zu ihren erfolgreichsten Arbeiten zählen die Miniserie „Der Graf von Monte Christo" aus dem Jahr 1998 mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle sowie die Miniserie „Les Misérables" von 2002 mit Depardieu und John Malkovich. Weitere Arbeiten waren „Balzac: A Passionate Life" (1999) und „Cet amour-là" (2001), beide mit Jeanne Moreau, sowie „Raspoutine" (2011) mit Depardieu. Als großer Erfolg gilt zudem „Les Liaisons dangereuses" (2003) mit Catherine Deneuve und Nastassja Kinski in den Hauptrollen.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Titel von Josée Dayan als Regisseurin vertreten, beide als Serien angelegt: „Der Graf von Monte Christo" (1998) und „Les Misérables - Gefangene des Schicksals" (2000). Die beiden Werke liegen zwei Jahre auseinander und decken damit einen kurzen Ausschnitt ihres Schaffens ab. Genrelich reicht das Spektrum von Action & Adventure, Drama und Mystery über Krimi bis zu Familie und War & Politics, was auf breit angelegte, historisch geprägte Stoffe hindeutet.
Einordnung
Beide Titel wurden bei uns positiv bewertet, mit 7,3 und 6,9 von 10, im Schnitt also 7,1 von 10. Der älteste Titel im Katalog entstand 55 Jahre nach ihrer Geburt, der jüngste 57 Jahre danach. Damit ist die Filmografie bei uns schmal, zeigt aber innerhalb dieses kurzen Zeitraums eine durchgehend gute Bewertung ihrer Arbeiten.