Roselyne Bosch
Werdegang
Roselyne Bosch, auch als Rose Bosch bekannt, wurde 1961 in Avignon geboren. Ihr Vater war Katalane und aus dem franquistischen Spanien geflohen, ihre Mutter Italienerin. Bevor sie zum Film kam, arbeitete Bosch als Journalistin für das französische Magazin Le Point, unter anderem mit Porträts über Stephen Hawking, dem Baskenkonflikt, Kinderhandel in Sri Lanka, der Hungersnot im brasilianischen Nordosten und Überflutungen in Bangladesch. 1991 war sie Finalistin für den Albert-Londres-Preis. Über eine Recherche zu Christoper Kolumbus kam sie 1992 zum Film und schrieb das Drehbuch zu „1492: Conquest of Paradise" unter der Regie von Ridley Scott. 2010 schrieb und inszenierte sie selbst den Film „Die Kinder von Paris" über die Vél'-d'Hiv-Razzia im Vichy-Frankreich.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Titel von Roselyne Bosch als Regisseurin verzeichnet, beide Spielfilme, keine Serien. Sie stammen aus den Jahren 2010 und 2014, decken also eine Zeitspanne von vier Jahren ab. Die Genres reichen von Drama, Historie und Kriegsfilm bei „Die Kinder von Paris" bis zu Komödie bei „Ein Sommer in der Provence" – eine deutliche Verschiebung vom historisch-ernsten Stoff zu leichterer Unterhaltung.
Einordnung
Die beiden Titel bewegen sich mit 7,5 und 6,3 von 10 im mittleren bis oberen Bereich, im Schnitt bei 6,9 von 10. Der erste Titel im Katalog erschien 49 Jahre nach ihrer Geburt, der zweite 53 Jahre danach. Damit umfasst die bei uns verzeichnete Filmografie einen vergleichsweise schmalen, aber in sich unterschiedlichen Ausschnitt ihres Schaffens als Regisseurin.