Ulu Grosbard
Werdegang
Ulu Grosbard, eigentlich Israel Grosbard, wurde am 9. Januar 1929 in Belgien geboren und wanderte 1942 mit seiner Familie nach Havanna aus. 1948 zog die Familie in die Vereinigten Staaten, wo Grosbard an der University of Chicago einen Bachelor- und einen Master-Abschluss erwarb. Danach studierte er ein Jahr an der Yale School of Drama, bevor er in die US-Armee eintrat und 1954 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annahm.
Seine Regielaufbahn begann im Theater: Nach einer Off-Broadway-Inszenierung von „The Days and Nights of BeeBee Fenstermaker" gab er mit „The Subject Was Roses" sein Broadway-Debüt und wurde dafür für den Tony Award als Beste Regie eines Theaterstücks nominiert. In Hollywood arbeitete er zunächst als Regieassistent bei mehreren bekannten Filmen, bevor er selbst die Verfilmung von „Das Thema war Rosen" inszenierte. Es folgten weitere Filme mit Dustin Hoffman und Robert De Niro, darunter „Georgia", für den er beim Montréal World Film Festival den Grand Prix des Amériques gewann.
Filmografie bei uns
Im Katalog von movietaste.de sind vier Filme von Ulu Grosbard als Regisseur vertreten, alle im Spielfilmformat, keine Serien. Die Titel „Stunde der Bewährung" (1978), „Fesseln der Macht" (1981), „Der Liebe verfallen" (1984) und „Tief wie der Ozean" (1999) decken einen Zeitraum von 21 Jahren ab. Genreseitig überwiegen Drama-Elemente, ergänzt durch Krimi-, Liebesfilm- und Mystery-Anteile.
Einordnung
Die vier gelisteten Titel liegen zwischen 7,1 und 6,1 von 10, im Schnitt bei 6,6 von 10 – eine insgesamt solide, mittlere Bewertungslage ohne größere Ausreißer. Der älteste Titel erschien 49 Jahre nach Grosbards Geburtsjahr, der jüngste 70 Jahre danach, womit die im Katalog erfasste Schaffensphase einen Zeitraum von über zwei Jahrzehnten abbildet.