Jacques Brel
Werdegang
Jacques Romain Georges Brel wurde am 8. April 1929 geboren und wirkte als belgischer Chansonnier und Schauspieler. Er gilt neben Charles Trenet und Georges Brassens als einer der wichtigsten Vertreter des französischen Chansons, dessen Lieder von Liebe bis zu scharfer Gesellschaftskritik reichten und die er mit expressivem, dramatischem Vortrag präsentierte. 1967, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, zog sich Brel von der Bühne zurück. Danach übertrug er das Musical Der Mann von La Mancha ins Französische und übernahm darin selbst die Rolle des Don Quijote. Insgesamt spielte er in zehn Spielfilmen mit, zwei davon inszenierte er selbst. Nach dem Misserfolg seines zweiten Regiefilms zog er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und widmete sich der Fliegerei und dem Segeln.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Titel mit Jacques Brel als Schauspieler verzeichnet: „Die Entführer lassen grüßen" (1972) und „Die Filzlaus" (1973). Beide Filme entstanden innerhalb desselben Jahres und liegen damit rund 43 bis 44 Jahre nach seiner Geburt. Sie decken die Genres Komödie, Drama und Abenteuer ab, Serien sind nicht darunter. Von seinen insgesamt zehn Spielfilmen finden sich also lediglich diese beiden bei uns wieder, beide aus der Phase nach seinem Bühnenrückzug.
Einordnung
Die beiden gelisteten Titel erhalten bei uns Bewertungen von 7,0 und 6,7, im Schnitt 6,8 von 10. Damit liegen beide Werke auf einem ähnlich soliden Niveau, ohne größere Ausreißer nach oben oder unten. Angesichts der geringen Titelzahl lässt sich aus diesen Zahlen kein umfassendes Bild seiner schauspielerischen Arbeit ableiten, sondern nur eine schmale, zeitlich eng begrenzte Momentaufnahme aus den frühen 1970er Jahren.