A Single Man (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tom Ford |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-12-11 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 7.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 25.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.708 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film spielt an einem einzigen Tag: dem 30. November 1962.
George Falconer ist britischer Literaturprofessor in Los Angeles. Acht Monate zuvor ist sein Lebenspartner Jim bei einem Autounfall gestorben. An diesem Tag hat George beschlossen, sich das Leben zu nehmen — und begegnet dabei Menschen, die ihn ins Zweifeln bringen: seiner Freundin Charley, seinem Studenten Kenny und anderen.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist Christopher Isherwoods Roman „Der Einzelgänger" von 1964.
Tom Ford führte Regie — sein Debüt als Regisseur — und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit David Scearce.
Colin Firth spielt George Falconer, Julianne Moore die Charley, Nicholas Hoult den Kenny, Matthew Goode den Jim, Jon Kortajarena den Carlos, Lee Pace den Grant Lefanu und Ginnifer Goodwin die Mrs. Strunk; Jon Hamm ist als Telefonstimme von Jims Cousin zu hören.
Produziert wurde der Film von Tom Ford, Andrew Miano, Robert Salerno und Chris Weitz. Die Kamera führte Eduard Grau, den Schnitt besorgte Joan Sobel, die Musik stammt von Shigeru Umebayashi und Abel Korzeniowski.
Gedreht wurde vom 3. November bis zum 5. Dezember 2008 in Los Angeles und Pasadena. Georges Haus ist das J. W. Schaffer House in Glendale, 1949 von John Lautner entworfen. Der Film dauert 99 Minuten; der deutsche Kinostart war der 8. April 2010.
Hinter den Kulissen
Die Konzentration auf einen Tag ist die zentrale Entscheidung. Sie zwingt den Film, alles über Begegnungen zu erzählen — es gibt keine Entwicklung über Wochen, nur Gespräche und Blicke innerhalb weniger Stunden.
Dass ein Modedesigner Regie führt, prägt jede Einstellung. Räume, Kleidung, Farben sind durchkomponiert; das Haus von John Lautner ist nicht Kulisse, sondern Aussage über eine Figur, die ihr Leben eingerichtet hat.
Genau daran scheiden sich die Urteile. Was die einen als Genauigkeit sehen, empfinden andere als Berechnung — eine Trauergeschichte, die makellos aussieht, steht unter dem Verdacht, ihren Gegenstand zu ästhetisieren.
Einordnung & Wirkung
Colin Firth gewann in Venedig 2009 die Coppa Volpi als bester Darsteller; der Film erhielt dort den Queer Lion. 2010 folgte der BAFTA für Firth als bester Hauptdarsteller, 2009 ein Satellite Award für das Szenenbild.
Nominiert war Firth zudem für den Oscar und den Golden Globe; weitere Nominierungen gab es für die beste Nebendarstellerin, die beste Filmmusik sowie bei den Critics' Choice Awards und den SAG Awards.
Rotten Tomatoes weist 86 Prozent aus, Metacritic 77 von 100.
Rolling Stone nannte den Film atemberaubend visualisiert und sprach von trauriger Schönheit. Die FAZ hob die Genauigkeit des Regisseurs in jedem Detail hervor. OutNow-CH empfand ihn als minutiös durchgeplant und stellenweise platt, würdigte aber Firths Leistung.
Dass sämtliche Auszeichnungen entweder an Firth oder an die Gestaltung gingen, beschreibt den Film genau: Er lebt von einer Hauptrolle und von der Form, in die sie gestellt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Colin Firth als George
- Julianne Moore als Charley
- Nicholas Hoult als Kenny
- Matthew Goode als Jim
- Jon Kortajarena als Carlos
- Paulette Lamori als Alva
- Ryan Simpkins als Jennifer Strunk
- Ginnifer Goodwin als Mrs. Strunk
- Teddy Sears als Mr. Strunk
- Paul Butler als Christopher Strunk
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