Adams Äpfel (2005)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Anders Thomas Jensen |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie, Krimi |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2005-04-15 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 3.700.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (822 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Landpfarrer Ivan widmet sich in seinem kleinen Gotteshaus der Resozialisierung Straffälliger. Zu seinen Schäfchen zählen Gunnar, ein kleptomanischer Alkoholiker und Vergewaltiger, sowie Khalid, ein arabischer Tankstellenräuber, der schnell zur Waffe greift. Neu hinzu kommt Adam, ein menschenfeindlicher Neonazi, dessen Bibel „Mein Kampf“ ist und den Ivans Gutmütigkeit sofort in Rage bringt. Rasch erkennt Adam, dass sich hinter der unerschütterlichen Barmherzigkeit des Pfarrers eine tragische Vergangenheit verbirgt. Ivan biegt sich die Wirklichkeit so lange zurecht, bis sie in sein gnadenlos positives Weltbild passt. Adam macht es sich daraufhin zur Aufgabe, ihn davon zu kurieren, am liebsten mit Schlägen und Tritten.
Entstehungsgeschichte
Anders Thomas Jensen hat den 2005 erschienenen Film inszeniert. Mads Mikkelsen, Ulrich Thomsen, Paprika Steen und Ole Thestrup bilden die Besetzung. Die Einstufung ab sechzehn Jahren entspricht einem Stoff, der Gewalt und Menschenverachtung offen benennt.
Hinter den Kulissen
Drama, Komödie und Krimi zugleich: Diese Kombination ist der Schlüssel zur Anlage. Die Ausgangssituation, eine Kirchengemeinde als Auffangstation für Gewalttäter, ließe sich als Sozialdrama erzählen, als Verbrechensgeschichte oder eben als Komödie, und der Film beansprucht alle drei Zugänge. Der Zusammenprall geschieht dabei nicht zwischen Gut und Böse, sondern zwischen zwei Formen der Verweigerung. Ivan weigert sich, die Wirklichkeit anzuerkennen; Adam weigert sich, ihm das durchgehen zu lassen. Dass ausgerechnet ein Neonazi zum Wahrheitsbringer wird, verkehrt die übliche Verteilung der Rollen und macht jede Sympathie unbequem. Komik entsteht in einer solchen Anlage nicht aus Pointen, sondern aus dem Missverhältnis zwischen der Freundlichkeit des Pfarrers und dem, was um ihn herum geschieht.
Einordnung & Wirkung
Der Schnitt von 7,5 von 10 aus einigen hundert abgegebenen Stimmen liegt spürbar über dem Mittelfeld und deutet darauf hin, dass die harte Mischung beim Publikum aufgegangen ist. Bei einer Stimmenzahl dieser Größe bleibt das ein Hinweis, keine breite Erhebung. 21 Jahre nach dem Erscheinen behauptet sich der Film in einem Bereich, in dem Komödien mit unangenehmem Stoff selten sind, weil die Balance zwischen beidem schwer zu halten ist.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mads Mikkelsen als Ivan
- Ulrich Thomsen als Adam
- Paprika Steen als Sarah
- Ole Thestrup als Dr. Kolberg
- Nikolaj Lie Kaas als Holger
- Nicolas Bro als Gunnar
- Ali Kazim als Khalid
- Gyrd Løfquist als Poul
- Lars Ranthe als Esben
- Peter Reichhardt als Nalle
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Verfügbarkeit
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