Alice im Wunderland (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tim Burton |
|---|---|
| Genre | Familie, Fantasy, Abenteuer |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-03-03 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 200.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.025.467.110 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (15.055 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Alice ist neunzehn und soll auf einer Gartenparty in England einem ungeliebten Lord das Jawort geben. Sie flieht vor der Frage, folgt einem weißen Kaninchen mit Weste und Taschenuhr und fällt in ein Loch.
Unten ist sie schon einmal gewesen, ohne sich zu erinnern. Das Land steht unter der Herrschaft der Roten Königin, deren Jabberwocky die Bewohner unterdrückt; eine Prophezeiung besagt, dass Alice das Ungeheuer töten wird. Der Film erzählt damit keine Verfilmung von Lewis Carrolls Büchern, sondern eine Fortsetzung, die deren Figuren in eine Heldenreise mit Endkampf überführt.
Entstehungsgeschichte
Disney entwickelte den Stoff als Realverfilmung mit hohem Effektanteil und beauftragte Tim Burton, dessen Bildwelt zum Material zu passen schien. Linda Woolverton schrieb das Drehbuch, das Carrolls episodische, handlungsarme Vorlagen bewusst in eine geschlossene Erzählung umbaute.
Diese Entscheidung war der Kern der späteren Kritik: Carrolls Bücher funktionieren über Sprachspiel, Logikbrüche und die Abwesenheit eines Ziels — genau das, was eine Prophezeiungshandlung ersetzt. Johnny Depp spielte den Hutmacher in seiner siebten Zusammenarbeit mit Burton.
Hinter den Kulissen
Der Film wurde nahezu vollständig vor Grünwand gedreht; die Darsteller agierten in leeren Räumen mit Markierungen. Burton, der zuvor überwiegend mit gebauten Kulissen gearbeitet hatte, bezeichnete das Verfahren später als für ihn ungewohnt und anstrengend.
Die Größenverhältnisse — Alice schrumpft und wächst mehrfach — wurden über digitale Skalierung gelöst. Die Rote Königin bekam einen digital vergrößerten Kopf, was Helena Bonham Carters Mimik erhielt und die Proportionen verschob. Der Film wurde nachträglich in 3D konvertiert statt in 3D gedreht, was in der Fachpresse kritisch begleitet wurde.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit über eine Milliarde Dollar ein und gewann zwei Oscars, für Kostüm und Szenenbild.
Sein kommerzieller Erfolg war für Disney folgenreicher als seine künstlerische Aufnahme, die überwiegend zurückhaltend ausfiel. Er löste die Welle von Realverfilmungen der eigenen Zeichentrickklassiker aus, die das Studio über das folgende Jahrzehnt prägte — von "Maleficent" über "Das Dschungelbuch" und "Die Schöne und das Biest" bis zu "Der König der Löwen". Die Fortsetzung von 2016 blieb weit hinter dem Ergebnis zurück.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mia Wasikowska als Alice Kingsleigh
- Johnny Depp als Tarrant Hightopp / Mad Hatter
- Anne Hathaway als Mirana / White Queen
- Helena Bonham Carter als Iracebeth / Red Queen
- Crispin Glover als Ilosovic Stayne / Knave of Hearts
- Matt Lucas als Tweedledee / Tweedledum
- Alan Rickman als Absolem / Caterpillar (voice)
- Stephen Fry als Cheshire Cat (voice)
- Michael Sheen als Nivens McTwisp / White Rabbit (voice)
- Timothy Spall als Bayard Hamar / Bloodhound (voice)
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Verfügbarkeit
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