Alpen (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Yorgos Lanthimos |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-09-01 |
| Budget | 97.000 $ |
| Einspielergebnis | 15.292 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,2 (361 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vier Menschen haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die sich „Alpen“ nennt: eine Krankenschwester, ein Rettungssanitäter, eine Turnerin und ihr Trainer. Gegen eine hohe Bezahlung bieten sie Familien, die einen geliebten Menschen verloren haben, eine ungewöhnliche Unterstützung an. Sie treten an die Stelle der Verstorbenen.
Dabei geben die Mitglieder ihre eigene Persönlichkeit nahezu vollständig auf. Sie übernehmen die alltäglichen Tätigkeiten der Toten, wiederholen deren Gesten und Gewohnheiten und pflegen ihre Beziehungen, damit die Abwesenheit weniger schwer wiegt. Die Zugehörigkeit ist jedoch an strenge Regeln gebunden und hat einen hohen Preis. Das erfährt vor allem die Krankenschwester, für die der Weg zurück in ihr eigenes Leben alles andere als einfach wird.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Yorgos Lanthimos. Das Drama stammt aus dem Jahr 2011 und trägt im Englischen den Titel „Alps“. Zu sehen sind unter anderem Angeliki Papoulia und Ariane Labed.
Der Titel verweist nicht auf ein Gebirge als Schauplatz, sondern auf den Namen, den sich die vier Figuren selbst geben. Die Gruppe tritt damit wie eine Organisation mit eigener Bezeichnung und eigenen Vorschriften auf, obwohl ihre Tätigkeit zutiefst privat ist.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama angelegt, hat der Film doch eine fast experimentelle Prämisse. Trauer wird zur Dienstleistung, die man bezahlen kann, und Nähe zu etwas, das sich einstudieren lässt. Die Mitglieder spielen Rollen im Leben fremder Menschen, ohne dass es eine Bühne gäbe.
Aufschlussreich ist die Zusammensetzung der Gruppe. Krankenschwester und Sanitäter kennen den Umgang mit Tod und Verlust aus ihrem Beruf, Turnerin und Trainer das Einüben immer gleicher Bewegungen. Der Konflikt entsteht dort, wo die Rolle stärker wird als die Person, die sie spielt, und die Geschichte fragt, wie viel vom eigenen Ich übrig bleibt.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,2 von 10 Punkten bei wenigen hundert Stimmen fällt das Urteil gemischt, aber eher wohlwollend aus. Bei einer derart ungewöhnlichen Prämisse ist eine solche Streuung nicht überraschend.
Fünfzehn Jahre nach dem Erscheinen steht der Film für ein Drama, das menschliche Beziehungen nicht psychologisch ausleuchtet, sondern über eine künstliche Regelwelt sichtbar macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Angeliki Papoulia als Nurse
- Aris Servetalis als Stretcher-bearer
- Johnny Vekris als Coach
- Ariane Labed als Gymnast
- Stavros Psyllakis als Nurse's Father
- Efthimis Filippou als Lamp Shop Owner
- Eftyhia Stefanidou als Blind Lady
- Maria Kyrozi als Tennis Player
- Sotiris Papastamatiou als Tennis Player's Father
- Tina Papanikolaou als Tennis Player's Mother
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Verfügbarkeit
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