Anatevka (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Norman Jewison |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 181 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-11-03 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 9.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 83.304.330 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (670 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Anfang des Jahrhunderts, in einem ukrainischen Dorf namens Anatevka: Dort lebt eine kleine, arme jüdische Gemeinde, von der christlichen Mehrheit der Einwohner friedlich geduldet. Ein Mann und seine Frau wünschen sich für ihre Töchter gute Partien. Die Töchter aber heiraten Männer, die weder den Erwartungen des Vaters noch den Traditionen der Gemeinde entsprechen.
Später wird die Familie als jüdische verfolgt und zur Auswanderung nach Amerika gezwungen. Vor der Abreise setzt sich die Menschlichkeit des Vaters noch einmal durch: Er erteilt einer seiner Töchter und deren christlichem Mann, der aus Solidarität ebenfalls fortgeht, den Segen Gottes.
Entstehungsgeschichte
Norman Jewison führte bei dem 1971 erschienenen Film Regie. Chaim Topol, Norma Crane, Leonard Frey und Molly Picon gehören zur Besetzung. Ab zwölf Jahren ist der Titel freigegeben. Der Film ist ein Drama mit Anteilen des Liebesfilms.
Hinter den Kulissen
Die Motive benennen die Achsen der Erzählung genauer, als es die Genres tun: Tradition, Eltern-Kind-Beziehung und Träume auf der einen Seite, Pogrom auf der anderen. Daraus ergibt sich ein Aufbau, in dem ein privater Konflikt und eine äußere Bedrohung nebeneinanderlaufen und sich zuletzt überlagern. Der Streit über die Ehen der Töchter ist zunächst ein Streit innerhalb einer Ordnung; die Vertreibung stellt diese Ordnung selbst infrage.
Als Musical und als Verfilmung eines Theaterstoffs angelegt, arbeitet der Film mit Formen, die Zuspitzung erlauben. Gesang kann aussprechen, was eine Figur im Gespräch nicht sagen würde, und die Bühnenherkunft zeigt sich in Szenen, die um wenige Orte kreisen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,7 von 10 gehört zu den höheren Werten und stützt sich auf eine Bewertungsbasis im mittleren dreistelligen Bereich. 55 Jahre nach dem Erscheinen behält der Stoff seine Doppelnatur: unterhaltsam in der Form, ernst in dem, was er erzählt. Der Umgang mit der Verfolgung bleibt nüchtern genug, dass die musikalische Anlage ihn nicht verharmlost. Innerhalb der Musicalverfilmungen zählt der Film zu jenen, die einen historischen Gewaltzusammenhang nicht ausklammern, sondern ihn zum Angelpunkt der Handlung machen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Chaim Topol als Tevye
- Norma Crane als Golde
- Leonard Frey als Motel
- Molly Picon als Yente
- Paul Mann als Lazar Wolf
- Rosalind Harris als Tzeitel
- Michele Marsh als Hodel
- Neva Small als Chava
- Paul Michael Glaser als Perchik
- Ray Lovelock als Fyedka
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Verfügbarkeit
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