Apocalypse Now (1979)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Francis Ford Coppola |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 194 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1979-05-19 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 31.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 150.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,3 (9.383 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Captain Willard sitzt in einem Hotelzimmer in Saigon und wartet auf einen Auftrag. Er bekommt einen, den es offiziell nicht gibt: Colonel Walter Kurtz, hochdekorierter Offizier der Spezialeinheiten, operiert eigenmächtig jenseits der kambodschanischen Grenze und wird von einem Stamm als Gott verehrt. Willard soll ihn töten.
Er fährt mit einem Patrouillenboot einen Fluss hinauf. Was er unterwegs sieht — einen Colonel, der einen Strand bombardieren lässt, weil sich dort gut surfen lässt, ein Truppenkonzert mit Playmates, eine letzte Brücke, die jede Nacht neu gebaut und jede Nacht zerstört wird —, macht Kurtz' Abfall Schritt für Schritt nachvollziehbarer.
Entstehungsgeschichte
John Milius übertrug Joseph Conrads Erzählung "Herz der Finsternis" auf den Vietnamkrieg, nachdem ein Professor an der Filmhochschule den Text als unverfilmbar bezeichnet hatte. Francis Ford Coppola erwarb das Drehbuch und wollte zunächst George Lucas als Regisseur; als dieser mit "Krieg der Sterne" gebunden war, übernahm er selbst — mit dem erklärten Anspruch, eine grundlegende Aussage über die Natur des modernen Krieges zu treffen.
Hinter den Kulissen
Die Dreharbeiten auf den Philippinen sind die berüchtigtsten der Filmgeschichte. Der Taifun Olga zerstörte im Mai 1976 zwischen vierzig und achtzig Prozent der Kulissen; die Produktion stand still, die Kosten liefen aus dem Ruder. Coppola belastete sein Haus und seine Anteile an den "Pate"-Filmen, um weiterzumachen.
Marlon Brando erschien stark übergewichtig und ohne den Text zu kennen, weshalb Coppola ihn fast ausschließlich im Halbdunkel und in Nahaufnahme filmte und Doubles einsetzte. Martin Sheen erlitt im März 1977 während des Drehs einen beinahe tödlichen Herzinfarkt; sein Bruder Joe übernahm für die Genesungszeit einzelne Einstellungen. Aus geplanten vier Monaten wurden über anderthalb Jahre, aus dem Budget rund 31,5 Millionen Dollar.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann im Mai 1979 die Goldene Palme in Cannes — geteilt, was im Saal mit Pfiffen quittiert wurde. Über den Schluss entstand eine anhaltende Debatte, weil bei einzelnen Vorführungen Explosionen über dem Abspann liefen; Coppola stellte später klar, dass diese nur grafischer Hintergrund waren und nicht zur Handlung gehören.
Seine Produktionsgeschichte wurde selbst zum Werk: Der Dokumentarfilm "Hearts of Darkness" von 1991, montiert aus Aufnahmen, die Coppolas Frau Eleanor am Set gedreht hatte, gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse darüber, wie ein Film seinen Regisseur beinahe zerstört. Coppolas eigener Satz über die Produktion — sie sei nicht über Vietnam gewesen, sie sei Vietnam gewesen — wird bis heute zitiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Martin Sheen als Captain Benjamin Willard
- Marlon Brando als Colonel Walter Kurtz
- Frederic Forrest als Jay 'Chef' Hicks
- Albert Hall als Chief Phillips
- Laurence Fishburne als Tyrone 'Clean' Miller
- Sam Bottoms als Lance B. Johnson
- Robert Duvall als Lieutenant Colonel Bill Kilgore
- G.D. Spradlin als General Corman
- Harrison Ford als Colonel
- Jerry Ziesmer als Jerry, Civilian
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