Aufstieg (1977)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Лариса Шепитько |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1977-04-02 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (256 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Winter 1942, irgendwo im besetzten Belorussland: Eine Gruppe russischer Partisanen zieht durch tiefen Schnee, unter ihnen erschöpfte Frauen und Kinder. Zwei Männer trennen sich von der Gruppe, um Essen zu beschaffen: der erfahrene Partisan Rybak und der Armeeoffizier Sotnikow. Deutsche Soldaten stellen die beiden und bringen sie zum Verhör. Was folgt, ist keine Frage von Kampf oder Flucht mehr, sondern eine Entscheidung, die beide an ihre Grenzen bringt: sich dem Feind zu beugen oder den sicheren Tod in Kauf zu nehmen. Wie sich Rybak und Sotnikow in dieser Lage zueinander verhalten, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1977 unter der Regie von Larisa Schepitko. Die Hauptrollen übernehmen Boris Plotnikow und Wladimir Gostjuchin als die beiden Partisanen, an ihrer Seite stehen Anatoli Solonizyn und Ljudmila Poljakowa. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Kriegsfilm zeigt sich hier nicht in Schlachtszenen, sondern in der Zuspitzung auf zwei Figuren und eine einzige Entscheidungssituation. Dass die Handlung sich von der Gruppe der Frauen, Kinder und Erschöpften löst und sich ganz auf Rybak und Sotnikow konzentriert, macht deutlich, dass es weniger um das Kriegsgeschehen an sich geht als um die moralische Belastungsprobe zweier Individuen unter extremem Druck. Die Reduktion auf Verhör und Entscheidung deutet auf eine Erzählweise hin, die Spannung nicht aus äußerer Handlung, sondern aus innerer Zerreißprobe gewinnt. Der Winter, der Schnee, die Erschöpfung der Gruppe zu Beginn setzen einen Rahmen der Kargheit, in dem sich die spätere Zuspitzung auf zwei Schicksale nur folgerichtig anfühlt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,9 bei bislang eher überschaubarer Stimmenzahl gehört der Film zu den höher bewerteten Titeln seines Genres, auch wenn die Bewertungsbasis noch schmal ist und sich mit mehr Stimmen verschieben könnte. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1977 und heute liegen fast fünf Jahrzehnte, was den Film in eine Zeit sowjetischer Kriegsfilmproduktion einordnet, die sich deutlich von späteren Darstellungen des Zweiten Weltkriegs unterscheidet. Innerhalb der Schnittmenge aus Drama und Kriegsfilm markiert er mit seiner Konzentration auf eine moralische Entscheidungssituation statt auf Kampfhandlungen einen eigenen Zugang zum Thema.
Bilder








Besetzung & Stab
- Boris Plotnikov als Sotnikov
- Vladimir Gostyukhin als Rybak
- Anatoliy Solonitsyn als Portnov, collaborationist interrogator
- Lyudmila Polyakova als Avginya Demchikha, the mother
- Viktoriya Goldentul als Basya Meyer, the girl
- Sergei Yakovlev als Petr Sych, village elder
- Mariya Vinogradova als Village elder's wife
- Mykola Sektymenko als Stas Gomenyuk, collaborationist policeman
- Leonid Yukhin als Partisan commander
- Aleksandr Zvenigorskiy als German officer
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