Ball & Chain - Zwei Nieten und sechs Richtige (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Frédéric Forestier |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-04-10 |
| TMDB-Bewertung | 5,8 (411 Stimmen) |
Worum es geht
Nur noch 41 Tage fehlen dem Gangster Moltès bis zum Ende seiner Haftzeit, als ihm das Glück in einer Form begegnet, mit der sich hinter Gittern wenig anfangen lässt: 15 Millionen Euro im Lotto. Getippt und abgegeben hat den Schein, wie jede Woche, Pauline, die Frau seines Wärters Reggio.
Als sich Reggio am Morgen nach den Lottonachrichten überraschend krankmeldet, ahnt Moltès Böses und flieht. Dabei denkt der Wärter gar nicht daran, sich mit dem Gewinn abzusetzen. Seine Frau ist nach Afrika abgereist, und der Schein bleibt unauffindbar, obwohl Reggio das ganze Haus auf den Kopf gestellt hat. Kaum steht Moltès vor seiner Tür, nimmt er den Wärter kurzerhand in seine Gewalt. Von da an suchen die beiden gemeinsam nach Pauline und nach dem Stück Papier, an dem ein Vermögen hängt.
Entstehungsgeschichte
Alain Berbérian hat die Komödie inszeniert, die 2002 herauskam und im Englischen den Titel „Dead Weight“ trägt. Vor der Kamera stehen Benoît Poelvoorde, Gérard Lanvin, José Garcia und Djimon Hounsou. Dass neben dem ungleichen Paar aus Häftling und Wärter vier Namen die Besetzung anführen, deutet darauf hin, dass auf der Suche weitere Figuren Gewicht bekommen.
Der deutsche Titel bündelt die beiden Kräfte, die die Handlung antreiben. Die Kette steht für die Haft, aus der Moltès fast schon heraus ist, die sechs Richtigen für den Gewinn, der ihn zur Flucht treibt, obwohl er nur noch wenige Wochen hätte abwarten müssen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte lebt von einem Zwangsbündnis. Ein Gefangener und sein Aufseher, deren Rollen eigentlich festgelegt sind, müssen zusammenarbeiten, weil beide dasselbe wollen und keiner ohne den anderen weiterkommt. Aus dieser Umkehr der Verhältnisse bezieht die Komödie ihren Reiz: Der Häftling hat plötzlich die Oberhand, der Wärter wird zum Mitgeschleppten.
Hinzu kommt die Ironie des Zeitpunkts. Wer nach fast vollständig verbüßter Strafe ausbricht, setzt mehr aufs Spiel, als vernünftig wäre, und genau aus diesem Missverhältnis entsteht Komik. Die gemeinsame Suche gibt dem Film außerdem eine Bewegung nach vorn, in der sich zwei Männer aneinander reiben, die sich unter anderen Umständen nie freiwillig begegnet wären.
Einordnung & Wirkung
Mit 5,8 von 10 liegt die Bewertung im mittleren Bereich, getragen von einer überschaubaren Basis von wenigen hundert Stimmen. Das spricht für einen Film, der sein Publikum gefunden hat, ohne es geschlossen zu überzeugen. 24 Jahre nach dem Erscheinen gehört der Titel zu jenen Komödien, die weniger über Schauwerte als über ihre Grundidee funktionieren: ein verschwundener Lottoschein und zwei Männer, die ihn nur gemeinsam wiederfinden können.
Bilder








Besetzung & Stab
- Benoît Poelvoorde als Francis Reggio
- Gérard Lanvin als Gérard Moltès
- José Garcia als Mustapha Amel, aka "The Turk"
- Djimon Hounsou als Detective Youssouf
- Rossy de Palma als Pauline Reggio
- Jean Benguigui als Saddam
- Gary Tiplady als Requin, the Giant
- Gérard Darmon als Kowalski
- Stomy Bugsy als Malian guy
- Marco Prince als Malian guy
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Verfügbarkeit
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