Bel Antonio (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mauro Bolognini |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-03-04 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (110 Stimmen) |
Worum es geht
Antonio Magnano gilt als attraktiver junger Mann, dem zahlreiche Liebesabenteuer nachgesagt werden. Nach Jahren in Rom kehrt er in seine Heimatstadt Catania zurück, wo sein Vater Alfio bereits eine Braut für ihn gefunden hat: Barbara Puglisi. Antonio fügt sich dem väterlichen Willen und heiratet Barbara. Doch nach einem Jahr überbringt Barbaras Vater die Nachricht, dass die Ehe wegen der körperlichen Verfassung des Ehemanns aufgelöst werden soll. Es kommt so, wie angekündigt: Barbara heiratet den betagten, aber wohlhabenden Herzog von Bronte. Alfio wiederum beginnt, "um die Ehre der Familie zu retten", ein Bordell zu besuchen, und stirbt kurz darauf. Die Witwe findet rasch Trost, während die junge Dienerin des Hauses ein Kind erwartet, dessen Vaterschaft Antonio zugeschrieben wird.
Entstehungsgeschichte
Der italienische Spielfilm entstand 1960 unter der Regie von Mauro Bolognini. In den Hauptrollen sind Marcello Mastroianni, Claudia Cardinale, Pierre Brasseur und Rina Morelli zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte kreist um Ruf und Wirklichkeit, um das Auseinanderklaffen von öffentlichem Bild und privater Verletzlichkeit eines Mannes, dessen Männlichkeit von außen definiert wird, bevor sie infrage gestellt wird. Die Konstellation aus arrangierter Ehe, familiärer Ehre und gesellschaftlicher Erwartung verortet den Stoff fest im sizilianischen Alltag der Zeit. Dass die Auflösung der Ehe öffentlich verhandelt wird und der Vater seine eigene Reaktion auf die vermeintliche Schande über eine Bordellvisite sucht, zeigt, wie sehr private Vorgänge hier zur Angelegenheit der Familie und ihres Ansehens werden. Die Vaterschaftsfrage am Ende rundet dieses Spiel mit Zuschreibung und Wirklichkeit ab, ohne dass die Erzählung selbst Position bezieht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Rezeption ablesen ließe. Der zeitliche Abstand zum Erscheinungsjahr 1960 beträgt inzwischen 65 Jahre, was den Film klar als Zeugnis des italienischen Nachkriegskinos ausweist. Innerhalb des Dramas positioniert er sich durch seine Konzentration auf Familie, Ehre und gesellschaftliche Rollenbilder als ein Werk, das den Alltag und seine Zwänge in den Mittelpunkt stellt statt große äußere Handlung.
Bilder





Besetzung & Stab
- Marcello Mastroianni als Antonio Magnano
- Claudia Cardinale als Barbara Puglisi
- Pierre Brasseur als Alfio Magnano
- Rina Morelli als Rosaria Magnano
- Tomas Milian als Edoardo
- Fulvia Mammi als Elena Ardizzone
- Patrizia Bini als Santuzza
- Anna Arena als Signora Puglisi
- Jole Fierro
- Cesarina Gheraldi
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.