Bilanz eines Lebens (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-11-22 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (128 Stimmen) |
Worum es geht
Kiichi Nakajima leitet eine Gießerei und lebt in der festen Überzeugung, dass ein Atomkrieg Japan in absehbarer Zeit vernichten wird. Aus dieser Angst heraus fasst er den Entschluss, seine gesamte Familie nach Brasilien umzusiedeln, um sie vor der befürchteten Katastrophe zu retten. Die Familie sieht darin jedoch keinen Akt der Fürsorge, sondern ein Zeichen von Unzurechnungsfähigkeit, und strebt an, ihn entmündigen zu lassen. Zwischen den Fronten steht Dr. Harada, Mitglied eines richterlichen Beirats, der zu vermitteln versucht und dabei mit der Frage konfrontiert wird, wie eine angemessene Reaktion auf eine reale, aber unfassbare Bedrohung überhaupt aussehen könnte.
Entstehungsgeschichte
„Bilanz eines Lebens“, im englischsprachigen Raum als „I Live in Fear“ bekannt, entstand 1955 unter der Regie von Akira Kurosawa. In den Hauptrollen sind Toshirō Mifune als Kiichi Nakajima und Takashi Shimura als Dr. Harada zu sehen, daneben stehen Minoru Chiaki und Masao Shimizu vor der Kamera. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verzichtet auf äußere Action und konzentriert sich stattdessen auf einen familiären Konflikt, der sich an einer existenziellen Angst entzündet. Dass ein Richtergremium über die Zurechnungsfähigkeit eines Familienoberhaupts entscheiden soll, macht aus einer privaten Sorge eine Frage von gesellschaftlicher Tragweite: Wo verläuft die Grenze zwischen begründeter Furcht und Wahn, wenn die Bedrohung, um die es geht, real existiert. Die Besetzung mit Mifune in einer für ihn ungewöhnlich alterndolgen Rolle und Shimura als vermittelnder Beobachterfigur deutet auf ein Kammerspiel hin, das seine Spannung aus Dialog und Haltung bezieht statt aus äußerer Handlung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer im dreistelligen Bereich liegenden Zahl an Stimmen zählt der Titel zu den weniger breit rezipierten Werken seines Regisseurs, ohne dass sich daraus etwas über seine Qualität ablesen ließe. Seit der Entstehung 1955 sind mittlerweile 70 Jahre vergangen, ein Abstand, der den Film in eine Zeit stellt, in der die im Zentrum stehende Angst vor atomarer Vernichtung unmittelbare gesellschaftliche Realität war. Innerhalb des Dramas nimmt er mit seinem Fokus auf eine einzelne, von kollektiver Furcht getriebene Figur eine eigene Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Toshirō Mifune als Kiichi Nakajima
- Takashi Shimura als Domestic Court Counselor Dr. Harada
- Minoru Chiaki als Jiro Nakajima
- Masao Shimizu als Yamazaki, Yoshi's husband
- Eiko Miyoshi als Toyo Nakajima
- Kyoko Aoyama als Sue Nakajima
- Haruko Tōgō als Yoshi Nakajima
- Noriko Sengoku als Kimie Nakajima
- Akemi Negishi als Asako Kuribayashi
- Hiroshi Tachikawa als Ryoichi Sayama
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Verfügbarkeit
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