Black Robe - Am Fluß der Irokesen (1991)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bruce Beresford |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Drama, Historie |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1991-10-04 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 11.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.211.952 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (131 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Jahr 1634 macht sich der junge Missionar Laforgue auf den Weg in das Innere Kanadas, um den dort lebenden indigenen Völkern seinen Glauben zu bringen. Begleitet wird er von einer Gruppe Algonkin, die ihn misstrauisch beäugen – für sie ist er eher ein Zauberer als ein Wohltäter, und seine Anwesenheit weckt Furcht statt Vertrauen. Die Reise führt tiefer in eine Welt, die Laforgue fremd und bedrohlich erscheint. Als die Gruppe in die Hände der verfeindeten Irokesen gerät, kippt die Erzählung in offene Grausamkeit: Gefangenschaft, Folter und der ständige Wechsel zwischen Nähe und Gewalt prägen die letzte Etappe der Geschichte. Häuptling Chomina und die junge Annuka stehen dabei ebenso im Zentrum wie der Missionar selbst, und alle drei verlieren auf diesem Weg etwas von ihrer ursprünglichen Arglosigkeit.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1991 unter der Regie von Bruce Beresford. Die Hauptrollen übernehmen Lothaire Bluteau als Laforgue, Sandrine Holt als Annuka sowie August Schellenberg und Tantoo Cardinal in weiteren zentralen Parts. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Abenteuer, Drama und historischem Stoff verweist auf eine Erzählung, die sich nicht mit reiner Reiseschilderung begnügt, sondern die Begegnung zweier Weltbilder in den Mittelpunkt stellt. Dass die Geschichte konsequent aus der Spannung zwischen Vertrauen und Misstrauen, Zärtlichkeit und Gewalt aufgebaut ist, deutet auf ein Interesse an moralischer Ambivalenz statt an klaren Heldenfiguren. Die Besetzung mit mehreren indigenen Figuren in tragenden Rollen legt nahe, dass der Film die Perspektive nicht allein beim europäischen Protagonisten belässt, sondern die Sichtweisen der Algonkin und Irokesen als gleichwertigen Teil der Handlung behandelt. Das historische Setting des Jahres 1634 verankert die Geschichte in einer konkreten Epoche kolonialer Begegnung, ohne dass der Ausgang der Handlung vorab preisgegeben wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einem Schnitt von 6,5 aus einer noch überschaubaren Zahl an Bewertungen bewegt sich der Titel im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil ableiten ließe. Seit der Entstehung 1991 sind mittlerweile mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was den Film als frühen Vertreter einer historisch angelegten Abenteuererzählung mit dramatischem Kern erscheinen lässt. Innerhalb seines Genres steht er für Stoffe, die koloniale Begegnungsgeschichten nicht glorifizieren, sondern in ihrer Härte zeigen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lothaire Bluteau als Laforgue
- Sandrine Holt als Annuka
- August Schellenberg als Chomina
- Tantoo Cardinal als Chomina's Wife
- Lawrence Bayne als Neehatin
- Aden Young als Daniel
- Billy Two Rivers als Ougebmat
- Wesley Côté als Oujita
- Frank Wilson als Father Jerome
- François Tassé als Father Bourque
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Verfügbarkeit
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