Buongiorno, notte (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marco Bellocchio |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-09-05 |
| Einspielergebnis | 4.240.918 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (220 Stimmen) |
Worum es geht
Im Zentrum steht Anna, eine junge Frau, die einer bewaffneten Gruppierung angehört und an einer Entführung beteiligt ist. Die Geschichte folgt konsequent ihrer Wahrnehmung: den Jahren des Terrorismus, wie sie sich in ihrem Kopf spiegeln. Anna bewegt sich in einer Welt, die von Angst geprägt ist und die sie selbst nur ausschnitthaft begreift, mal bewusst, mal unbewusst verengt. Statt eine äußere Chronologie der Ereignisse abzubilden, bleibt der Film nah an dieser inneren, oft hoffnungslosen Perspektive und lässt die Zuschauenden miterleben, wie sich eine Überzeugung gegen die Wirklichkeit behauptet, die sie umgibt.
Entstehungsgeschichte
Marco Bellocchio führte bei diesem 2003 entstandenen Drama mit historischem Hintergrund Regie. In den Hauptrollen sind Maya Sansa, Luigi Lo Cascio, Roberto Herlitzka und Paolo Briguglia zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Historie zeigt sich hier weniger in der Rekonstruktion äußerer Abläufe als in der psychologischen Anlage der Erzählung. Dass die Handlung konsequent aus Annas begrenztem Blickwinkel geschildert wird, macht den Film zu einer Studie über Selbsttäuschung und ideologische Verengung, nicht zu einer distanzierten Chronik der Ereignisse. Die Besetzung mit vier tragenden Rollen deutet auf ein Kammerspiel hin, in dem die Beziehungen zwischen wenigen Figuren im Vordergrund stehen, während das größere politische Geschehen nur als Echo in Annas Wahrnehmung durchscheint. Diese erzählerische Entscheidung, Nähe statt Überblick zu suchen, prägt den gesamten Film.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu jenen Titeln, die vor allem bei einem kleineren, aber interessierten Publikum Resonanz gefunden haben. Seit dem Erscheinungsjahr 2003 sind mittlerweile über zwei Jahrzehnte vergangen, was den Film zeitlich deutlich von der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Thema abrückt. Innerhalb des historischen Dramas positioniert er sich durch seinen konsequent subjektiven Blickwinkel als ein Werk, das weniger auf äußere Ereignisdichte als auf die innere Logik einer radikalisierten Figur setzt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Maya Sansa als Chiara
- Luigi Lo Cascio als Mariano
- Roberto Herlitzka als Aldo Moro
- Paolo Briguglia als Enzo
- Pier Giorgio Bellocchio als Ernesto
- Giovanni Calcagno als Primo
- Giulio Bosetti als Pope Paul VI
- Gianni Schicchi
- Carlo Castelli
- Bruno Cariello als Secretary to Pope Paul VI
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Verfügbarkeit
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