Knallt das Monstrum auf die Titelseite! (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marco Bellocchio |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-10-19 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (195 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Wenige Tage vor einer Parlamentswahl wird eine junge Frau aus wohlhabendem Haus Opfer eines versuchten Sexualverbrechens und getötet. Noch bevor die Polizei Klarheit über den Tathergang gewinnt, greift der Chefredakteur eines konservativen Boulevardblatts in die Ermittlungen ein. Sein Ziel ist nicht Aufklärung, sondern Einflussnahme: Die Berichterstattung soll den rechten Kandidaten nützen, die von seinen Vorgesetzten unterstützt werden. Wie weit er dafür bereit ist, die Fakten zu biegen und öffentliche Stimmung zu erzeugen, bildet den Kern der Geschichte, deren Ausgang hier offenbleibt.
Entstehungsgeschichte
„Knallt das Monstrum auf die Titelseite!“ entstand 1972 unter der Regie von Marco Bellocchio. In den Hauptrollen sind Gian Maria Volonté, Fabio Garriba, Carla Tatò und Jacques Herlin zu sehen. Der Film ist als Spielfilm angelegt und bewegt sich zwischen Drama und Thriller.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Thriller verweist auf eine Erzählweise, die weniger auf äußere Spannung als auf die Mechanik von Macht, Medien und Manipulation setzt. Dass ein Mordfall unmittelbar vor einer Wahl zum Werkzeug politischer Interessen wird, macht deutlich, worum es dem Film inhaltlich geht: um die Frage, wie Berichterstattung Realität nicht nur abbildet, sondern formt. Die Figur des Chefredakteurs steht dabei im Zentrum – ein Mann, der zwischen journalistischer Verantwortung und den Interessen seiner Auftraggeber agiert. Die Besetzung mit Gian Maria Volonté in der zentralen Rolle lässt vermuten, dass der Film stark auf diese eine Figur und ihre moralische Ambivalenz zugeschnitten ist. Die knappe zeitliche Klammer – wenige Tage bis zur Wahl – verstärkt den Druck, unter dem die Handlung steht, und macht den politischen Kontext zu einem unmittelbaren Antrieb der Geschichte statt zu einem bloßen Hintergrund.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,7 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen zählt der Film zu jenen Titeln, deren Publikum begrenzt, aber offenbar überzeugt ist. Seit der Entstehung 1972 sind mehr als fünf Jahrzehnte vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der politische Stoffe im italienischen Kino verstärkt Raum fanden. Innerhalb der Kombination aus Drama und Thriller nimmt er eine Position ein, die weniger auf Spannungseffekte als auf gesellschaftliche Analyse zielt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Gian Maria Volonté als Bizanti
- Fabio Garriba als Roveda
- Carla Tatò als Sig.ra Bizanti
- Jacques Herlin als Lauri
- John Steiner als Ing. Montelli
- Michel Bardinet als Vanzina
- Jean Rougeul als Direttore de 'Il Giornale'
- Corrado Solari als Mario Boni
- Laura Betti als Rita Zigai
- Enrico DiMarco als Commissario
Weitere Filme von Marco Bellocchio
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.