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Capote

Capote (2005)

⭐ 7 · 2005 · Krimi, Drama
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Kurzüberblick

RegieBennett Miller
GenreKrimi, Drama
Laufzeit114 Minuten
Erscheinungsdatum2005-09-30
AltersfreigabeFSK 12
Budget7.000.000 $
Einspielergebnis49.327.405 $
TMDB-Bewertung7 (1.700 Stimmen)

Trailer

Worum es geht

November 1959: Truman Capote liest eine Zeitungsmeldung über den Mord an der Familie Clutter in Kansas. Er beschließt, darüber zu schreiben.

Gemeinsam mit Harper Lee reist er nach Holcomb. Er gewinnt das Vertrauen der Einwohner und des Ermittlers Alvin Dewey. Als die Täter Perry Smith und Dick Hickock gefasst und zum Tode verurteilt werden, sucht Capote die Nähe zu Smith — weil er dessen Schilderung der Tatnacht braucht. Was er dafür tut und was er anschließend unterlässt, ist der eigentliche Gegenstand des Films.

Entstehungsgeschichte

Vorlage ist Gerald Clarkes autorisierte Biografie „Capote: A Biography" von 1988. Clarke hatte über dreizehn Jahre hinweg Capote, Harper Lee, Alvin Dewey, William Shawn und Jack Dunphy befragt. Teile der Dialoge stammen aus über vierzig Briefen, die Smith und Hickock an Capote schrieben.

Regie führte Bennett Miller — sein Spielfilmdebüt. Das Drehbuch schrieb Dan Futterman.

Philip Seymour Hoffman spielt Truman Capote, Catherine Keener die Harper Lee, Clifton Collins Jr. den Perry Smith, Mark Pellegrino den Dick Hickock, Chris Cooper den Alvin Dewey, Bruce Greenwood den Jack Dunphy, Bob Balaban den Verleger William Shawn und Amy Ryan die Marie Dewey.

Produziert wurde der Film von Caroline Baron, Michael Ohoven und William Vince. Die Kamera führte Adam Kimmel, den Schnitt besorgte Christopher Tellefsen, die Musik stammt von Mychael Danna.

Gedreht wurde vom 25. Oktober bis November 2004 in 36 Tagen in Winnipeg. Das Budget betrug rund sieben Millionen Dollar. Die US-Premiere war am 30. September 2005, an Capotes 81. Geburtstag; der deutsche Start folgte am 2. März 2006.

Hinter den Kulissen

Der Film handelt nicht vom Verbrechen, sondern von dem, was ein Schriftsteller daraus macht. Capote braucht ein Ende für sein Buch — und dieses Ende hängt an der Hinrichtung zweier Menschen, zu denen er ein Verhältnis aufgebaut hat.

Genau darin liegt die Schärfe. Der Film zeigt, wie Vertrauen hergestellt und dann verwendet wird. Die vierzig Briefe, aus denen Teile der Dialoge stammen, sind zugleich Quelle des Films und Beleg für das, was er verhandelt.

Die Beschränkung auf 36 Drehtage und sieben Millionen Dollar passt zur Anlage. Der Film besteht überwiegend aus Gesprächen; sein Aufwand liegt in der Besetzung, nicht in der Ausstattung.

Einordnung & Wirkung

Das Startwochenende in zwölf Kinos brachte 324.857 Dollar; bis zum 16. Oktober 2005 kamen 1,4 Millionen zusammen.

Philip Seymour Hoffman gewann 2006 den Oscar als bester Hauptdarsteller; der Film war zudem als bester Film, für die Regie, für Catherine Keener als beste Nebendarstellerin und für das adaptierte Drehbuch nominiert. Hoffman erhielt außerdem den Golden Globe und den BAFTA sowie Auszeichnungen zahlreicher Kritikervereinigungen.

Das Lexikon des internationalen Films nannte den Film eine brillant gespielte Filmbiografie mit eleganter Inszenierung und einem Hang zur Melodramatik. Das Time Magazine schrieb, Hoffman kröne damit ein Jahrzehnt brillanter Arbeit. Die New York Times hob hervor, er vermittle mit Klarheit und Feinheit die Kompliziertheiten von Capotes Temperament. John le Carré nannte die Darstellung die beste schauspielerische Leistung, die er in seinem Leben gesehen habe.

Am Schluss steht ein Befund, den der Film nicht kommentiert: „Kaltblütig" wurde 1966 ein Bestseller — einen weiteren Roman hat Capote nicht mehr vollendet.

Bilder

CapoteCapoteCapoteCapoteCapoteCapoteCapoteCapote

Besetzung & Stab

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