Claires Knie (1970)
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| Regie | Eric Rohmer |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-12-11 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (303 Stimmen) |
Worum es geht
Kurz vor seiner Hochzeit verbringt Jérôme, 35 Jahre alt, Diplomat und Schriftsteller, seine Ferien in den französischen Alpen am See von Annecy. Die Tage dort sollen eine letzte Zeit der Ruhe vor dem neuen Lebensabschnitt sein.
Doch der Aufenthalt entwickelt sich anders. Jérôme trifft auf seine frühere Geliebte Aurora und lernt außerdem zwei jugendliche Halbschwestern kennen. Mit beiden beginnt er Flirts. Besonders die 17-jährige Claire zieht ihn in ihren Bann. Aus dieser Anziehung erwächst ein beinahe zwanghaftes Verlangen, das sich auf eine einzige, scheinbar kleine Geste richtet: Jérôme will ihr Knie berühren. Was aus diesem Wunsch wird und welche Folgen er hat, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Eric Rohmer drehte das Drama, das 1970 herauskam und damit 56 Jahre zurückliegt. Jean-Claude Brialy, Aurora Cornu, Béatrice Romand und Laurence de Monaghan sind in der Besetzung vertreten. Der Film verbindet Drama und Liebesfilm und bewegt sich damit auf einem Terrain, das von Begehren und inneren Konflikten bestimmt wird.
Hinter den Kulissen
Die Genremischung deutet an, dass hier keine klassische Romanze erzählt wird. Das Liebesmotiv ist verschoben: Jérôme steht kurz vor der Ehe, und doch kreisen seine Gedanken um andere Frauen. Das Drama liegt weniger in äußeren Ereignissen als in inneren Bewegungen, in Zweifeln, Wünschen und Selbsttäuschungen.
Auffällig ist die Zuspitzung auf ein Detail. Statt großer Leidenschaft steht eine Fixierung im Mittelpunkt, die klein wirkt und gerade dadurch viel über die Figur verrät. Die Anlage macht Begehren zum eigentlichen Gegenstand der Betrachtung. Der Altersunterschied zwischen dem Mann in der Mitte seines Lebens und der Jugendlichen verleiht der Geschichte eine unbequeme Note, die das Publikum zur kritischen Distanz einlädt. Die Ferienkulisse am See schafft zugleich einen abgeschlossenen Raum, in dem Alltag und Verpflichtungen vorübergehend ausgesetzt scheinen.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 7,3 von 10 Punkten wird der Film deutlich positiv bewertet. Einige hundert Stimmen bilden die Grundlage.
56 Jahre nach seinem Erscheinen steht er für eine Form des Liebesdramas, die Begehren und innere Widersprüche in den Mittelpunkt stellt. Wer Filme schätzt, die sich für die Widersprüche ihrer Figuren interessieren, findet hier einen Beitrag, der mehr von Gedanken und Wünschen als von äußerer Handlung lebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Claude Brialy als Jérôme
- Aurora Cornu als Aurora, the novelist
- Béatrice Romand als Laura
- Laurence de Monaghan als Claire
- Michèle Montel als Madame Walter
- Gérard Falconetti als Gilles
- Fabrice Luchini als Vincent
- Sandra Franchina
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Verfügbarkeit
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