Meine Nacht bei Maud (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Eric Rohmer |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Komödie, Drama |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-06-04 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (368 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Clermont-Ferrand in den Tagen um Weihnachten. Jean-Louis, ein gläubiger Katholik, läuft zufällig Vidal über den Weg, einem alten Freund, der sich zum Marxismus bekennt. Vidal macht ihn mit Maud bekannt, einer frisch geschiedenen Frau, die es mit den Konventionen nicht allzu streng nimmt. Zu dritt kommen sie ins Gespräch, und das kreist bald um die großen Fragen: Religion und Atheismus, Liebe und Moral, dazu das Leben und die Schriften von Blaise Pascal, in denen Philosophie, Glaube und Mathematik ineinandergreifen.
Am Ende verbringt Jean-Louis die Nacht bei Maud. Was beiläufig klingt, wird für ihn zur Gewissensfrage. Seine Vorstellungen von Ehe, Treue und Verpflichtung stehen ihm im Weg, zumal er schon ganz zu Beginn für sich beschlossen hat, eine junge Frau zu lieben, mit der er noch nie ein Wort gewechselt hat.
Entstehungsgeschichte
Eric Rohmer inszenierte das Drama, das 1969 erschien. Jean-Louis Trintignant führt die Besetzung an, neben ihm spielen Françoise Fabian und Marie-Christine Barrault, außerdem wirkt Antoine Vitez mit.
Hinter den Kulissen
Liebesfilm, Komödie und Drama zugleich: Diese Mischung trifft ziemlich genau, wie die Geschichte gebaut ist. Die Liebe liefert den Konflikt, das Drama liegt im moralischen Dilemma, und das Komische steckt in der Reibung zwischen hohen Grundsätzen und einer sehr konkreten Nacht.
Auffällig ist, wie viel Denkstoff in die Handlung eingewoben ist. Philosophie und Mathematik, ein mathematischer Satz, ein Ingenieur, ein Junggeselle: Solche Motive deuten auf einen Film, in dem Argumente ebenso viel Gewicht haben wie Gefühle. Pascal dient dabei nicht als bloßer Stichwortgeber, denn in seinem Werk begegnen sich genau jene Bereiche, zwischen denen Jean-Louis hin- und hergerissen ist. Weihnachten bildet den Rahmen und verleiht der Frage nach Glauben und Verpflichtung zusätzliches Gewicht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 Punkten fällt die Durchschnittsbewertung deutlich positiv aus. Sie stützt sich allerdings auf erst wenige hundert Stimmen, was bei einem so dialoglastigen Werk nicht überrascht.
Seit dem Erscheinen sind 57 Jahre vergangen. Innerhalb des Liebesfilms nimmt der Titel eine eigene Stellung ein: Er setzt weniger auf romantische Verwicklung als auf die Frage, was ein Mensch sich selbst und seinen Überzeugungen schuldet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Louis Trintignant als Jean-Louis
- Françoise Fabian als Maud
- Marie-Christine Barrault als Françoise
- Antoine Vitez als Vidal
- Leonid Kogan als Concert Violinist
- Guy Léger als Priest
- Anne Dubot als Blonde Friend
- Marie Becker als Marie (uncredited)
- Marie-Claude Rauzier als Student (uncredited)
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Verfügbarkeit
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