Daibosatsu toge - The Sword of Doom (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Kihachi Okamoto |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Action |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-02-25 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (274 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Japan im Jahr 1860: Die Ära der Samurai neigt sich erkennbar dem Ende zu, und jeder Schwertkämpfer findet einen eigenen Umgang mit diesem Wissen. Während Meister Shimada sich auf die reine Lehre des Schwertwegs zurückzieht und andere sich in die Ränkespiele zwischen Kaiserstreue und Shogunatstreue stürzen, wählt Ryunosuke Tsukue den Weg der Zerstörung. Seine Technik, eine Garde namens „Stille und ruhiger Blick“, macht ihn zu einem nahezu unbesiegbaren Kämpfer – doch er nutzt diese Fähigkeit ohne jedes moralische Korrektiv. Kaltblütig tötet er den Großvater der sanftmütigen Omatsu. Als er einem Schauwettkampf gegen einen früheren Schulkollegen zustimmt, bittet ihn dessen Frau, wissend um seinen Ruf als gnadenloser Sieger, den Kampf absichtlich zu verlieren, und bietet sich ihm im Gegenzug an. Ryunosuke nimmt das Angebot an – und tötet den Ehemann trotzdem während des Duells.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1966 unter der Regie von Kihachi Okamoto. In den Hauptrollen sind Tatsuya Nakadai, Yūzō Kayama, Michiyo Aratama und Yōko Naitō zu sehen. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung aus Drama, Krimi und Action deutet auf eine Erzählung hin, die den Schwertkampf nicht als reines Genrevergnügen inszeniert, sondern als Ausdruck eines moralischen Verfalls. Die Figur des Ryunosuke, der seine Meisterschaft nicht in den Dienst einer Sache stellt, sondern in reiner Selbstbezogenheit auslebt, steht dabei im Zentrum. Dass die Handlung mehrere Figuren mit unterschiedlichen Reaktionen auf den Untergang der Samurai-Kaste nebeneinanderstellt, verleiht dem Stoff eine gesellschaftliche Dimension jenseits des einzelnen Konflikts. Die Episode um das Exhibitionsduell, in dem persönliches Opfer und Gewalt unmittelbar aufeinandertreffen, zeigt, wie konsequent der Film menschliche Beziehungen der Brutalität seines Protagonisten unterordnet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den solide bewerteten, aber nicht breit diskutierten Werken seines Genres. Seit seiner Entstehung 1966 sind inzwischen fast sechzig Jahre vergangen, was ihn in eine Zeit einordnet, in der das japanische Schwertkampfkino eine eigenständige Bildsprache entwickelte. Innerhalb der Kombination aus Drama, Krimi und Action nimmt er durch seine nihilistische Zeichnung des Protagonisten eine dunklere Position ein als reine Actionwerke desselben Umfelds.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tatsuya Nakadai als Ryunosuke Tsukue
- Yūzō Kayama als Hyoma Utsuki
- Michiyo Aratama als Ohama
- Yōko Naitō als Omatsu
- Toshirō Mifune als Toranosuke Shimada
- Tadao Nakamaru als Isamu Kondo
- Kei Satō als Kamo Serizawa
- Kō Nishimura als Shichibei, Omatsu's 'uncle'
- Ichirō Nakatani als Bunnojo Utsuki
- Kunie Tanaka als Senkichi
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