Das Leben: Eine Lüge (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jacques Audiard |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm, Komödie |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-05-15 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (117 Stimmen) |
Worum es geht
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs fasst Albert Dehousse einen Entschluss: Er will endlich ein Held der Résistance sein. Tatsächlich gewesen ist er keiner. Dehousse ist ein Träumer und Feigling, der sich Zeit seines Lebens damit beholfen hat, fremde Heldentaten als eigene auszugeben. Nun, mit dem nahenden Kriegsende, sieht er die Gelegenheit, diese Rolle endgültig für sich zu beanspruchen und sich eine Vergangenheit zu erfinden, die ihm die Anerkennung verschafft, die er sich immer gewünscht hat. Wie weit ihn diese selbst erschaffene Biografie trägt und was sie über ihn selbst offenbart, bleibt der eigentliche Spannungsbogen der Geschichte.
Entstehungsgeschichte
"Das Leben: Eine Lüge" entstand 1996 unter der Regie von Jacques Audiard. In den Hauptrollen sind Mathieu Kassovitz, Anouk Grinberg, Sandrine Kiberlain und Albert Dupontel zu sehen. Der Originaltitel lautet "A Self-Made Hero", was die Anlage der Figur bereits im Titel vorwegnimmt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Kriegsfilm und Komödie deutet an, dass der Film das ernste Thema Résistance und Kriegsende nicht rein dramatisch verhandelt, sondern mit einer ironischen Distanz zu seiner Hauptfigur. Ein Feigling, der sich als Held ausgibt, ist ein Stoff, der zwangsläufig Komik aus der Diskrepanz zwischen Selbstbild und Wahrheit zieht, ohne dass die historische Kulisse des Krieges dabei zur bloßen Kostümierung wird. Die Konstellation der Besetzung, mit mehreren Figuren um Dehousse herum, lässt vermuten, dass die Geschichte auch davon lebt, wie sein Umfeld auf seine Erfindungen reagiert und sie mitträgt oder entlarvt. Erzählt wird damit letztlich eine Geschichte über Selbsterfindung und die Frage, wie sich Identität aus Behauptung statt aus Erfahrung zusammensetzen lässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus ein Massenpublikum ablesen ließe. Seit seiner Entstehung 1996 sind mittlerweile mehrere Jahrzehnte vergangen, was ihn innerhalb der Kriegsfilme mit komödiantischem Unterton zu einem eher selten diskutierten, aber eigenständigen Beitrag macht. Die Verbindung von Kriegsthematik und ironischem Blick auf Heldentum grenzt ihn von reinen Kriegsdramen ab und positioniert ihn näher an Figurenstudien über Lüge und Selbstinszenierung.
Bilder



Besetzung & Stab
- Mathieu Kassovitz als Albert Dehousse
- Anouk Grinberg als Servane
- Sandrine Kiberlain als Yvette
- Albert Dupontel als Dionnet
- Jean-Louis Trintignant als Albert Dehousse (old)
- Nadia Barentin als Madame Louvier / Madame Revuz / The General's Wife
- Bernard Bloch als Ernst
- François Chattot als Louvier
- Philippe Duclos als Caron
- Danièle Lebrun als Madame Dehousse
Weitere Filme von Jacques Audiard
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.