Ein Prophet (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jacques Audiard |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 155 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-08-26 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 13.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 17.874.044 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (1.783 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Malik El Djebena ist neunzehn, maghrebinischer Herkunft und kommt für sechs Jahre ins Gefängnis. Er kann weder lesen noch schreiben und hat draußen niemanden.
Drinnen wird er sofort unter Druck gesetzt: Die korsische Gruppe um den Paten Luciani verlangt von ihm, einen anderen Häftling zu töten. Malik tut es. Von da an gehört er dazu — als Bediensteter, den niemand ernst nimmt. Er nutzt das: Er lernt lesen, schreiben und Korsisch, hört zu und baut über Jahre eigene Geschäfte auf, von denen Luciani nichts weiß.
Entstehungsgeschichte
Jacques Audiard führte Regie; es war sein fünfter Spielfilm. Grundlage war eine Geschichte von Abdel Raouf Dafri.
Tahar Rahim spielt Malik. Audiard besetzte den damals 27-jährigen und weitgehend unbekannten Darsteller nach einem spontanen Eindruck. Niels Arestrup spielt den korsischen Paten Luciani.
Hinter den Kulissen
Audiard hat seine Absicht deutlich benannt: Das Gefängnis sei eine Metapher der Gesellschaft — drinnen, draußen; nach einer bestimmten Zeit laufe das auf dasselbe hinaus.
Der Film ist damit weniger Gefängnisdrama als Bildungsroman. Malik durchläuft eine Ausbildung, nur eben in einem Fach, das man nicht wählt. Was er lernt, ist auch außerhalb brauchbar: Sprachen, Menschenkenntnis, Geduld.
Die Sprache trägt das mit. Malik spricht anfangs kaum; im Verlauf des Films wechselt er zwischen Arabisch, Französisch und Korsisch — und jede dieser Sprachen bedeutet einen Zugang zu einer anderen Gruppe.
Einordnung & Wirkung
2009 gewann der Film in Cannes den Großen Preis der Jury.
Bei den Césars errang er neun Preise aus 13 Nominierungen, darunter als bester Film und für die beste Regie.
2010 war er als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert und unterlag dem argentinischen Beitrag.
Die Kritik urteilte durchweg positiv und hob Tahar Rahims Leistung als atemberaubend hervor; wiederkehrend war die Einordnung als komplexer Erziehungsroman mit politischer Tiefe.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tahar Rahim als Malik El Djebena
- Niels Arestrup als César Luciani
- Adel Bencherif als Ryad
- Hichem Yacoubi als Reyeb
- Reda Kateb als Jordi
- Jean-Philippe Ricci als Vettori
- Gilles Cohen als Prof
- Antoine Basler als Pilicci
- Pierre Leccia als Sampierro
- Foued Nassah als Antaro
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Verfügbarkeit
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