Das Löwenmädchen (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Vibeke Idsøe |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-08-26 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (130 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer Winternacht des Jahres 1912, während Nordlichter den Himmel färben, kommt Eva Arctander zur Welt. Ihre Mutter stirbt bei der Geburt, und ihr Vater weigert sich, sein Kind anzunehmen, denn das Mädchen ist von einem silbrigen Fell bedeckt. Eva leidet an Hirsutismus, einer seltenen Erkrankung mit vollständiger Körperbehaarung. Ihr Vater verbirgt sie vor der Außenwelt, sodass Eva in tiefer Einsamkeit aufwächst. Trotz dieser Isolation entwickelt sie sich zu einer selbstständigen, klugen jungen Frau. Als sie schließlich Kontakt zur Außenwelt findet, sieht sie sich mit Vorurteilen konfrontiert, gegen die sie sich behaupten muss.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Vibeke Idsøe bei diesem 2016 entstandenen Drama. Zur Besetzung gehören Rolf Lassgård, Kjersti Tveterås, Ida Ursin-Holm und Rolf Kristian Larsen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte einer Frau, die wegen einer körperlichen Besonderheit von der Gesellschaft isoliert wird, ist als reines Drama angelegt, ohne genrehafte Zuspitzung ins Melodramatische oder Fantastische. Der zeitliche Rahmen, beginnend 1912, verlagert den Konflikt in eine Epoche, in der Abweichungen vom Normbild noch stärker sanktioniert wurden als heute, was die Vorurteile, mit denen Eva konfrontiert wird, zusätzlich schärft. Dass die Erzählung Evas gesamten Werdegang von der Geburt bis zum Erwachsenenalter begleitet, deutet auf eine biografisch angelegte Erzählweise hin, die weniger auf einzelne Ereignisse als auf eine langsame Entwicklung setzt. Die Beschränkung auf eine kleine, familiär geprägte Besetzung unterstreicht den intimen, auf eine Figur konzentrierten Charakter des Films.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutiertes Werk innerhalb des Dramas einordnen. Seit seinem Erscheinen 2016 sind mittlerweile neun Jahre vergangen, ohne dass sich daraus eine größere Resonanz ablesen ließe. Innerhalb des Dramengenres reiht sich der Film in jene Werke ein, die eine einzelne, von der Gesellschaft ausgeschlossene Figur über einen langen Zeitraum begleiten und ihre innere Entwicklung in den Mittelpunkt stellen, statt auf äußere Handlungsspannung zu setzen.
Bilder







Besetzung & Stab
- Rolf Lassgård als Gustav
- Kjersti Tveterås als Hannah
- Ida Ursin-Holm als Eva (23)
- Rolf Kristian Larsen als Sparky
- Lisa Loven Kongsli als Ruth
- Connie Nielsen als Mrs. Grjothornet
- Karen-Lise Mynster als Mrs. Birgerson
- Henrik Mestad als Swammerdamm
- Kåre Conradi als Jahnn
- Ole Johan Skjelbred als Dr. Levin
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