Das Piano (1993)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jane Campion |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 121 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1993-05-18 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 7.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 40.247.071 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (1.689 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die stumme Pianistin Ada McGrath wird von ihrem Vater mit dem Kolonisten Alistair Stewart verheiratet und nach Neuseeland geschickt.
Sie bringt ihr Klavier mit. Stewart lässt es am Strand zurück — für ihn ist es Ballast. Der Nachbar George Baines erwirbt das Instrument und bietet Ada Unterricht an; tatsächlich geht es ihm um ihre Nähe. Was zwischen den dreien entsteht, führt zu Spannungen, die gewaltsam ausgetragen werden.
Entstehungsgeschichte
Jane Campion führte Regie und schrieb das Drehbuch.
Holly Hunter spielt Ada McGrath, Harvey Keitel den George Baines, Sam Neill den Alistair Stewart und Anna Paquin die Tochter Flora. In der deutschen Fassung sprechen Marina Krogull die Ada, Joachim Kerzel den Baines, Wolfgang Condrus den Stewart und Catrin Dams die Flora.
Produziert wurde der Film von Jan Chapman. Die Kamera führte Stuart Dryburgh, den Schnitt besorgte Veronika Jenet, die Musik stammt von Michael Nyman, angeregt von schottischer Folklore; eingespielt wurde sie in München von den Münchner Philharmonikern.
Es handelt sich um eine australisch-neuseeländisch-französische Produktion; gesprochen wird Englisch und Māori. Gedreht wurde von Mai bis Juli 1992 in Neuseeland, unter anderem am Strand von Karekare. Der Film dauert 121 Minuten, das Budget betrug rund sieben Millionen Dollar.
Der Start in Frankreich war am 19. Mai 1993, in Australien am 5. August, in Deutschland am 12. August 1993.
Hinter den Kulissen
Die Stummheit der Hauptfigur ist der Kern der Konstruktion. Ada spricht nicht; was sie mitteilen kann, teilt sie über das Klavier mit. Damit ist das Instrument nicht Symbol, sondern Sprechorgan — wer es ihr nimmt, nimmt ihr die Stimme.
Daraus ergibt sich der Handel, um den der Film gebaut ist. Baines gibt Ada Zugang zu ihrem eigenen Klavier zurück, verlangt aber etwas dafür. Der Film benennt diese Ungleichheit, statt sie zu romantisieren.
Der Strand von Karekare ist dabei mehr als ein Schauplatz. Ein Klavier, das an der Brandung steht, wo es nicht hingehört, fasst die Lage der Hauptfigur in ein einziges Bild.
Einordnung & Wirkung
Bei rund sieben Millionen Dollar Herstellungskosten spielte der Film allein in den USA etwa 40 Millionen ein.
In Cannes 1993 gewann Jane Campion die Goldene Palme, Holly Hunter den Darstellerinnenpreis. Bei den Oscars 1994 folgten drei Auszeichnungen bei acht Nominierungen: Holly Hunter als beste Hauptdarstellerin, Anna Paquin als beste Nebendarstellerin und Jane Campion für das beste Originaldrehbuch. Hinzu kamen ein Golden Globe für Hunter, drei BAFTA-Awards bei zehn Nominierungen, der César als bester ausländischer Film und elf Preise des Australian Film Institute bei dreizehn Nominierungen.
Rotten Tomatoes weist 90 Prozent aus, Metacritic 89 von 100. Roger Ebert vergab vier Sterne, das Lexikon des internationalen Films fünf.
Blickpunkt:Film sprach von einem poetischen Meisterwerk. Thomas Koebner nannte den Film im film-dienst eine in grandiosen Sinnbildern erzählte Parabel über die Selbstbefreiung einer Frau.
2019 wählten 368 Filmfachleute aus 84 Ländern den Film in einer BBC-Umfrage zum besten Film einer Regisseurin.
Bilder








Besetzung & Stab
- Holly Hunter als Ada McGrath
- Harvey Keitel als George Baines
- Sam Neill als Alisdair Stewart
- Anna Paquin als Flora McGrath
- Cliff Curtis als Mana
- Kerry Walker als Aunt Morag
- Ian Mune als Reverend
- Geneviève Lemon als Nessie
- Pete Smith als Hone
- Bruce Allpress als Blind Piano Tuner
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