Das Wunder von Mâcon (1993)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Peter Greenaway |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1993-09-17 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 90.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (117 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Toskana des 17. Jahrhunderts wird für den jungen Aristokraten Cosimo ein Kirchenspiel aufgeführt. Darin bringt eine entstellt dargestellte alte Frau ein außergewöhnlich schönes Kind zur Welt. Die ältere Schwester des Säuglings erkennt sofort das Potenzial der Situation: Sie verkauft Segnungen im Namen des Kindes und behauptet schließlich, selbst die wahre Mutter zu sein, durch eine unbefleckte Empfängnis. Als sie jedoch versucht, den Sohn des Bischofs zu verführen, zieht die Kirche eine Vergeltung nach sich, die die Handlung in eine düstere Richtung lenkt. Wie diese Auseinandersetzung endet, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
„Das Wunder von Mâcon“ entstand 1993 unter der Regie von Peter Greenaway. Der Film ist als Drama mit historischem Hintergrund angelegt und ab 16 Jahren freigegeben. In den zentralen Rollen sind Julia Ormond, Ralph Fiennes, Philip Stone und Jonathan Lacey zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Theaterspiel im Theaterspiel und historischem Setting deutet auf eine Erzählung hin, die bewusst mit Ebenen von Inszenierung und Wirklichkeit arbeitet: Ein Kirchenspiel wird zum Schauplatz religiöser Inszenierung, wirtschaftlicher Ausbeutung und kirchlicher Machtausübung zugleich. Die Kombination aus Drama und Historie legt nahe, dass es weniger um eine reine Kostümerzählung geht als um eine Auseinandersetzung mit Glauben, Autorität und Ausbeutung, verpackt in eine barocke Bühnensituation. Die Konstellation aus jungem Aristokraten als Publikum, einer manipulierten Geburt und einer Figur, die religiöse Behauptungen für eigene Zwecke nutzt, weist auf eine Geschichte hin, die Zuschauerschaft und Macht selbst zum Thema macht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld seiner Bewertungsgrundlage. Seit dem Erscheinungsjahr 1993 sind mittlerweile über drei Jahrzehnte vergangen, ohne dass sich die Bewertungslage grundlegend verschoben zu haben scheint. Innerhalb der Kombination aus Drama und Historie steht der Titel für einen Zugang, der historische Kulisse und religiös-gesellschaftliche Fragestellungen eng miteinander verknüpft, statt reine Ausstattungsware zu liefern.
Bilder








Besetzung & Stab
- Julia Ormond als The Daughter
- Ralph Fiennes als The Bishop's Son
- Philip Stone als The Bishop
- Jonathan Lacey als Cosimo Medici
- Don Henderson als The Father Confessor
- Celia Gregory als The Mother Superior
- Jeff Nuttall als The Major Domo
- Jessica Hynes als The First Midwife (as Jessica Stevenson)
- Kathryn Hunter als The Second Midwife
- Gabrielle Reidy als The Third Midwife
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Verfügbarkeit
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