Das zehnte Opfer (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Elio Petri |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Science Fiction |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-12-02 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (243 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer Welt ohne Krieg hat sich die Menschheit einen anderen Zeitvertreib geschaffen: die organisierte Menschenjagd. Wer sich freiwillig meldet, wird von einem Computer abwechselnd zum Jäger oder zur Beute bestimmt, und wer zehn solcher Runden überlebt und gewinnt, hat das Spiel für sich entschieden. Caroline Meredith hat gerade in New York ihren neunten Gegner erledigt, während Marcello in Rom seinen neunten Sieg feiert. Die Maschine, die über das Spiel wacht, bestimmt nun, dass Caroline fortan Marcello jagen soll. Zwei Fernsehschirme lassen die Öffentlichkeit jeden Schritt der Jagd mitverfolgen, während sich zwischen Jägerin und Beute eine Dynamik entwickelt, die über das reine Duell hinausgeht.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1965 unter der Regie von Elio Petri. In den Hauptrollen sind Marcello Mastroianni, Ursula Andress, Elsa Martinelli und Salvo Randone besetzt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie, Drama und Science-Fiction verweist auf eine Erzählweise, die ein zugespitztes, mediengesteuertes Zukunftsszenario mit den Mitteln des Unterhaltungskinos verhandelt. Dass eine tödliche Jagd als öffentlich übertragenes Spiel organisiert ist, macht die Gesellschaft selbst zum Gegenstand der Erzählung, nicht nur die beiden Duellanten. Die Besetzung mit Mastroianni und Andress als einander gegenübergestellte Jäger und Beute legt nahe, dass die Spannung ebenso aus dem Zusammenspiel der Figuren wie aus der Spielmechanik selbst entsteht. Die Verschränkung von komödiantischen und dramatischen Tönen deutet darauf hin, dass die tödliche Prämisse nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Kommentar auf Unterhaltung und Zuschauerlust inszeniert wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film nicht als breit vermessenes Werk lesen, sondern eher als Titel mit einem überschaubaren, aber vorhandenen Publikum. Seit der Entstehung 1965 sind sechzig Jahre vergangen, was den Film als frühes Beispiel dafür erscheinen lässt, wie das Kino jener Zeit Zukunftsgesellschaften und mediale Überwachung mit den Mitteln von Komödie und Science-Fiction zusammendachte. Innerhalb dieser Genremischung nimmt er eine Position ein, die eher auf Zuspitzung und Pointierung als auf reine Ernsthaftigkeit setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marcello Mastroianni als Marcello Polletti
- Ursula Andress als Caroline Meredith
- Elsa Martinelli als Olga
- Salvo Randone als Professor
- Massimo Serato als Lawyer Rossi
- Milo Quesada als Rudi
- Luce Bonifassy als Lidia Poletti
- George Wang als Chinese Hunter
- Evi Rigano als Victim at Hunt Ministry
- Walter Williams als Cole
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Verfügbarkeit
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