Ermittlungen gegen einen über jeden Verdacht erhabenen Bürger (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Elio Petri |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-10-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (895 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Inspektor des Morddezernats wird von allen nur Dottore genannt. Um sich an seiner einflussreichen Stellung und seiner Macht zu berauschen, tötet er seine Geliebte Augusta Terzi. Zuvor hatten beide sado-masochistische Spiele miteinander betrieben, in denen sie das Mordopfer darstellte. Nun verfolgt der Dottore höchst zufrieden die Spurensuche seiner eigenen Mitarbeiter, die sämtliche Hinweise auf den wahren Täter zu übersehen scheinen. Die Polizei entdeckt Fingerabdrücke und weitere wichtige Beweise, doch niemand kommt auf den Gedanken, den angesehenen Inspektor zu verdächtigen. Stattdessen geraten Augustas Ex-Ehemann, ein homosexueller Künstler, und der Chemiestudent Antonio Pace, ebenfalls einer ihrer Liebhaber, ins Visier. Offen bleibt, wie lange der Dottore seine Mitarbeiter noch herausfordern und seine Machtspiele fortsetzen kann.
Entstehungsgeschichte
Elio Petri inszenierte den Film, der 1970 herauskam. Gian Maria Volonté steht im Zentrum, an seiner Seite Florinda Bolkan, Gianni Santuccio und Orazio Orlando. Die Freigabe gilt ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Thriller, doch der eigentliche Zuschnitt ist ein anderer: Polizeigewalt, Gesellschaftssatire, schwarzer Humor, dazu sexueller Sadismus und Masochismus, angesiedelt in Rom. Der Film kehrt die Anlage des Kriminalstoffs um. Der Täter steht von der ersten Minute an fest, die Frage ist nicht das Wer, sondern ob eine Institution überhaupt fähig ist, gegen sich selbst zu ermitteln. Aus dieser Umkehr bezieht die Satire ihre Schärfe: Der Mord wird zum Test der eigenen Unantastbarkeit. Dass Verdächtige aus Randgruppen ins Visier geraten, gehört zu dieser Kritik und wird nüchtern als Vorgang gezeigt. Der schwarze Humor liegt weniger in Pointen als in der Ausdauer, mit der die Beweise übersehen werden.
Einordnung & Wirkung
8,2 von 10 Punkten bei einigen hundert abgegebenen Stimmen sind ein deutlich zustimmender Wert. 56 Jahre nach dem Erscheinen steht der Film für das politisch grundierte italienische Kino, das den Kriminalfall zur Untersuchung von Macht macht und dabei auf Auflösung im üblichen Sinn verzichtet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Gian Maria Volonté als Dottore
- Florinda Bolkan als Augusta Terzi
- Gianni Santuccio als Police Prefect
- Orazio Orlando als Biglia
- Sergio Tramonti als Antonio Pace
- Arturo Dominici als Mangani
- Aldo Rendine als Nicola Panunzio
- Massimo Foschi als Augusta's Husband
- Aleka Paizi als Governess
- Vittorio Duse als Canes
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Verfügbarkeit
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