Der Affront (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ziad Doueiri |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-09-14 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 3.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.001.305 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (489 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Toni, Mechaniker und libanesischer Christ, wässert die Pflanzen auf seinem Balkon in Beirut. Durch ein illegal montiertes Abflussrohr tropft Wasser auf den Kopf von Yasser, der unten vorbeigeht. Yasser ist Vorarbeiter und lebt als palästinensischer Flüchtling in der Stadt. Er beschimpft Toni, und damit beginnt eine Kettenreaktion.
Yassers halbherzige Entschuldigung will der arrogante und hitzköpfige Toni nicht annehmen; stattdessen beleidigt er nun seinerseits Yasser. Der Streit eskaliert und landet vor Gericht. Der Prozess zieht sich, die Anwälte streiten, und als der Fall die Aufmerksamkeit der Medien weckt, greift er auf die Straße über. Zwischen rechten Libanesen und palästinensischen Flüchtlingen kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.
Entstehungsgeschichte
Ziad Doueiri inszenierte den Film, der 2017 erschien. Adel Karam und Kamel El Basha spielen Toni und Yasser; Diamand Abou Abboud und Rita Hayek vervollständigen die Besetzung. Die Freigabe ab 12 Jahren zeigt, dass die Gewalt eher im Wort als im Bild liegt.
Hinter den Kulissen
Drama und Krimi als Genrekombination beschreiben einen Gerichtsfilm, in dem nicht die Tat, sondern ihre Deutung verhandelt wird. Der Krimi-Anteil liegt im Prozess selbst, mit Anwälten, Aussagen und einer Öffentlichkeit, die zusieht. Das Drama liegt in dem, was der Fall über die beiden Männer und über die Gesellschaft freilegt, in der sie leben.
Die Anlage arbeitet mit einem bewusst kleinen Anlass. Ein Abflussrohr, ein Schimpfwort, eine verweigerte Entschuldigung: Was banal beginnt, gewinnt durch die Herkunft der Beteiligten politische Sprengkraft. Dass der Film seine Figuren als libanesischer Christ und palästinensischer Flüchtling einführt, macht deutlich, dass hier zwei Gruppen aufeinandertreffen, nicht nur zwei Nachbarn.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 gehört die Bewertung zu den höheren Werten, bei einer Stimmenzahl im dreistelligen Bereich. Das Publikum ist überschaubar, hat den Film aber überwiegend positiv aufgenommen.
Neun Jahre nach dem Erscheinen bleibt das Thema, wie aus alltäglichen Kränkungen kollektive Konflikte werden, ohne Verfallsdatum. Im Genre des Gerichtsdramas steht der Titel für die Variante, in der der Prozess weniger Schuld klärt als Gesellschaft abbildet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Adel Karam als Tony Hanna
- Kamel El Basha als Yasser Abdallah Salameh
- Diamand Abou Abboud als Nadine Wehbe
- Rita Hayek als Shirine Hanna
- Christine Choueiri als Manal Salameh
- Talal Jurdi als Talal
- Camille Salameh als Wajdi Wehbe
- Julia Kassar als Judge Colette Mansour
- Rifaat Torbey als Samir Geagea
- Carlos Chahine als Judge Chahine
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Verfügbarkeit
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