Der Diener (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Joseph Losey |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-11-14 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (383 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Tony ist wohlhabend, unverheiratet und lebt in London. Als er einen neuen Diener einstellt, scheint sich sein Haushalt in geordnete Bahnen zu fügen. Der Bedienstete regt an, das Haus herzurichten, und Tony folgt dem Vorschlag bereitwillig. Die kostspielige neue Ausstattung bringt ihn allerdings beinahe an den Rand des Bankrotts.
Doch das Geld ist nur ein Teil dessen, was sich verändert. Der Diener bleibt nach außen hin in seiner Rolle, zuvorkommend und dienstbar, und gewinnt dennoch nach und nach die Macht über seinen Herrn. Das Verhältnis zwischen den beiden Männern verschiebt sich auf eine Weise, die sich zunächst kaum greifen lässt und gerade deshalb so wirksam ist.
Entstehungsgeschichte
Joseph Losey inszenierte das Drama, das 1963 herauskam und im Englischen The Servant heißt. Dirk Bogarde, James Fox, Sarah Miles und Wendy Craig bilden die Besetzung. Mit einer Freigabe ab 12 Jahren ist der Film für ein jugendliches Publikum zugänglich, was zu einem Stoff passt, dessen Bedrohung vor allem psychologischer Natur ist.
Hinter den Kulissen
Der Film beschränkt sich auf ein einziges Genre, das Drama, und bündelt seine Kraft in wenigen, klar umrissenen Motiven: Manipulation, Trickbetrug und Rollentausch. Die Beziehung zwischen Herr und Diener ist dabei mehr als eine Arbeitsbeziehung, sie wird zum Schauplatz eines stillen Machtkampfes.
Bemerkenswert ist die Erzählform: Der Diener tritt nicht offen gegen seinen Herrn auf, er bleibt in seiner Rolle und unterwandert gerade dadurch die Ordnung. Das Haus, dessen Umgestaltung am Anfang steht, wird so zum Ort, an dem sich die Verhältnisse umkehren. Dass Tony allein lebt, macht ihn dabei umso abhängiger von dem Mann, der sein Haus führt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 Punkten liegt die Durchschnittsbewertung deutlich im oberen Bereich. Sie stützt sich auf einige hundert Stimmen, eine überschaubare, aber aussagekräftige Grundlage.
Zwischen dem Erscheinen und heute liegen 63 Jahre. Dass ein so altes Drama noch immer so hoch bewertet wird, zeigt, wie wenig die Frage nach Abhängigkeit und Kontrolle an Zeit gebunden ist. Im Genre steht der Film für die psychologische Studie eines Machtgefälles.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dirk Bogarde als Hugo Barrett
- James Fox als Tony
- Sarah Miles als Vera
- Wendy Craig als Susan Stewart
- Catherine Lacey als Lady Agatha Mounset
- Richard Vernon als Lord Willie Mounset
- Harold Pinter als People in Restaurant: Society Man
- Ann Firbank als People in Restaurant: Society Woman
- Doris Nolan als People in Restaurant: Older Woman
- Patrick Magee als People in Restaurant: Bishop
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Verfügbarkeit
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