Dirk Bogarde
Werdegang
Sir Dirk Bogarde, eigentlich Derek Jules Gaspard Ulric Niven van den Bogaerde, wurde am 28. März 1921 in Hampstead, London, geboren und starb am 8. Mai 1999 ebenda. Seine Schauspielkarriere begann 1939, unterbrochen vom Zweiten Weltkrieg, in dem er als Nachrichtendienstoffizier diente. Die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen bezeichnete er später als das einschneidendste Erlebnis seiner Militärzeit. Nach dem Krieg startete er 1945 seine eigentliche Filmkarriere in England und wurde zunächst durch die Rolle des Arztes Simon Sparrow bekannt. Mit dem Kriminalfilm „Der Teufelskreis“ (1961), in dem er einen homosexuellen Anwalt spielte, gelang ihm der endgültige Durchbruch ins Charakterfach. In Hollywood konnte er sich nicht etablieren, wurde aber in Europa ein angesehener Schauspieler, der mit bedeutenden Filmemachern der 1960er- und 1970er-Jahre zusammenarbeitete. Als seine wichtigste Produktion gilt „Tod in Venedig“ unter der Regie von Luchino Visconti. Anfang der 1970er-Jahre zog er sich mit seinem langjährigen Lebensgefährten Anthony Forwood nach Südfrankreich zurück, nahm nur noch selten Filmangebote an und begann, Bücher zu schreiben, von denen zwischen 1977 und seinem Todesjahr 15 erschienen.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind acht Filme mit Dirk Bogarde als Schauspieler verzeichnet, Serien sind nicht dabei. Die Titel stammen aus den Jahren 1961 bis 1977, decken also eine Spanne von 16 Jahren ab, beginnend 40 Jahre nach seiner Geburt. Genremäßig überwiegen Drama, Kriegsfilm, Krimi, Thriller sowie historische und Liebesfilm-Elemente, was seine Ausrichtung auf ernste, charakterbetonte Stoffe widerspiegelt. Darunter finden sich „Der Teufelskreis“, „Der Diener“, „Darling“, „Accident – Zwischenfall in Oxford“, „Die Verdammten“, „Der Tod in Venedig“, „Der Nachtportier“ und „Die Brücke von Arnheim“.
Einordnung
Die acht Titel erreichen bei uns Bewertungen zwischen 6,4 und 7,6, im Schnitt 7,1 von 10. Der älteste erfasste Titel liegt 40 Jahre nach seiner Geburt, der jüngste 56 Jahre danach – die gesamte Filmografie im Katalog konzentriert sich damit auf einen Zeitraum von 16 Jahren innerhalb seines Schaffens.